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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Gesundes aus der Großküche

25.10.2018

Wardenburg Mit einem übergroßen Kochlöffel rührt Küchenleiter Usman Diers im XXL-Kochtopf – es duftet appetitlich: Hähnchengulasch steht heute auf dem Speiseplan. Dazu gibt es Nudeln mit Rotkohl. Für den Nachtisch warten bereits nebenan, in der kalten Küche, Tiefkühlerdbeeren darauf, zu Fruchtjoghurt verarbeitet zu werden.

Seit anderthalb Wochen wird im ehemaligen Imbiss der Fleischerei Bökamp an der Oldenburger Straße 220 lecker gekocht. Der Cateringservice Zitronengras Kochhaus GmbH mit Hauptsitz in Edewecht-Wildenloh (Kreis Ammerland) hat in Wardenburg eine zweite Großküche eröffnet. Beliefert werden Krippen, Kindergärten, Horte und Schulen im Ammerland sowie in Stadt und Landkreis Oldenburg. Die Firmengründer, das Ehepaar Gudrun und Werner Dormann aus Kirchhatten, verfolgt eine ganz besondere Philosophie: Hergestellt wird nur nur so genanntes Craft-Food, also Handgemachtes aus regional produzierten, hochwertigen Zutaten ohne Farbstoffe, Geschmacksverstärkern, künstlichen Aromen und Konservierungsstoffen. Für den zertifizierten Betrieb mit EU-Zulassung eine große Herausforderung, denn: „Es gibt viele Auflagen.“

„Aber es ist uns einfach eine Herzensangelegenheit, für Kinder, besonders die ganz kleinen, gesund zu kochen“, sagt Geschäftsführerin Gudrun Dormann, selbst Mutter eines – mittlerweile erwachsenen – Sohnes. Viele Kinder wüssten gar nicht, wie bestimmte Lebensmittel eigentlich schmecken, weil sie mit immer mehr „Chemie“ verfälscht seien. Dormann, die mit ihrem Mann früher einen herkömmlichen Catering-Service in Sandkrug betrieb, beobachtet eine „Entfremdung des Essens“: „Schüler wissen oftmals gar nicht, wie das Gemüse heißt, das sie auf dem Teller haben, oder wie ein Blumenkohl im Ganzen aussieht.“

Produkte aus Biobetrieben würden kaum verwendet: „Das ist einfach zu teuer. Dann könnten wir unsere Mittagessen nicht zwischen 2,80 Euro und 3,50 Euro pro Portion anbieten“, betont Gudrun Dormann. Dennoch werde viel Wert auf Frische und Regionalität gesetzt: „Kartoffeln, die hier morgens aus Munderloh angeliefert werden, stehen mittags gekocht auf den Tischen der Kinder.“

Auch Convenience-Produkte, also vorgefertigte Lebensmittel, seien tabu. Nicht nur wegen der unerwünschten Hilfsmittel, mit denen sie oftmals ess- und haltbar gemacht werden. „Sie sind auch nicht günstig“, sagt Zitronengras-Chefin Dormann.

Noch kocht das Wardenburger Küchenteam auf „Sparflamme“: „Wir sind mit kleineren Mengen angefangen, damit sich das Ganze erst einmal in Ruhe einspielen kann, und steigern uns langsam“, sagt Dormann. Beliefert wird in Wardenburg bislang nur die IGS. Insgesamt würden zwei Dutzend Kindertagesstätten und sechs Schulen mit fast 1000 Mittagsgerichten versorgt. „In drei der Schulen kochen wir selbst vor Ort“, erzählt die gelernte Bankkauffrau. Durch den Standort Wardenburg, an dem fünf neue Arbeitsplätze geschaffen wurden, seien aber noch weitere Kapazitäten geschaffen worden. Einen Einzelverkauf direkt am Küchenstandort werde es jedoch nicht geben.

Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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