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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Igs Am Everkamp: Zivilcourage das zentrale Thema

18.01.2020

Wardenburg Seit 2015 begeht die IGS Am Everkamp den Holocaust-Gedenktag am 27. Januar. Viele „klassische Themen“, wie Auschwitz, Judenverfolgung- und -vernichtung oder die Schicksale der Anne Frank und der jüdischen Familie Kugelmann aus Wardenburg, wurden bereits aufgegriffen und einem Publikum zugänglich gemacht. In diesem Jahr wurde nach neuen Ansätzen gesucht, sich der Thematik zu nähern.

„Diesmal wünschten sich die Schüler das Thema ,Rechtsextremismus‘ aufgrund des Erstarkens der AfD in Deutschland sowie mehrerer rechter Parteien in Europa“, berichtet Lehrerin Berit Pleitner, die die Projekte zur Vorbereitung auf den Gedenktag koordiniert. Und so wurde das Motto „In die Mitte rücken! Zivilcourage gegen Rechtsextremismus“ gewählt.

„Neu ist in diesem Jahr, dass die Projekte für die Schüler aller Jahrgänge offen sind und nicht nur für die 10. und 9. Klassen“, sagt Pleitner. Die Teilnahme an den Projekten sei freiwillig. Etwa 70 der rund 500 Schüler sowie zehn Lehrkräfte würden mitmachen.

Aufgrund der finanziellen Förderung durch das Programm „Demokratie und Toleranz“ des Landes Niedersachsen kann sich die Schule in diesem Jahr professionelle Unterstützung leisten: So entstehen zurzeit in Kooperation mit dem Horst-Janssen-Museum, dem Verein Jugendkulturarbeit, der freien Theaterpädagogin Hetice Karagöl sowie der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus vier Projekte in den Sparten Kunst, Theater und Politik.

Ein fünftes Projekt im Bereich Musik bestreitet die Schule aus „Bordmitteln“ mit Lehrerin Katharina Melloh. „Die Teilnehmer haben einen eigenen Song für Demokratie und Freiheit geschrieben, den sie dann als Band vortragen“, kündigt Berit Pleitner an.

An welchen Codes und Symbolen man Rechtsextremisten erkennt und wie man ihnen begegnet, damit beschäftigt sich die Politikgruppe unter Leitung von Geschichtslehrerin Elke Reichert-Lewioda, die ihre Inhalte in einem Podcast, einem Video und an Ratestationen vermitteln will. „Mich interessiert, wie sich Rechtsextremismus auf unser heutiges Leben auswirkt“, erklärt der 13-jährige Fynn, warum er mitmacht.

Menschen mit Zivilcourage malen und diese in einer Ausstellung vorstellen, das will die Gruppe um Lehrerin Katharina Muhle und Museumspädagogin Sandrine Teuber. Die 14-jährige Leni hat sich für Apartheidsgegner Nelson Mandela entschieden, „weil der auch nach 27 Jahren Gefängnis weitergekämpft hat“. Melina (14) hat Malala Yousafzai, die jüngste Nobelpreisträgerin aller Zeiten ausgewählt, „weil sie sich dafür einsetzt, dass Mädchen in Pakistan zur Schule gehen dürfen“.

Auch zwei Theaterprojekte, die sich zum einen mit Täterprofilen aus der NS-Zeit und zum anderen mit Transporten jüdischer Kinder befassen, werden am Montag, 27. Januar, präsentiert. Erwartet dazu werden die Eltern der teilnehmenden Schüler sowie einige geladene Gäste.

Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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