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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Igs: Ein Tag in „Wardencastle“

09.04.2018

Wardenburg Wie bringt man einem Arzt auf Englisch bei, dass man mit dem Fahrrad gestürzt ist und sich am Bein verletzt hat? Vor dieser Aufgabe standen die 85 Schülerinnen und Schüler des achten Jahrgangs an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Am Everkamp in Wardenburg, genauer gesagt in „Wardencastle Village“, wie ein Teil der Schule für diesen Vormittag hieß.

Sprachendorf gestaltet

Alle 13 Englischlehrer sowie drei Studenten der Universität Oldenburg hatte Organisatorin Heike Struckmann, Fachbereichsleiterin Englisch an der IGS, aufgeboten, um das „Sprachendorf“ so realistisch wie möglich gestalten zu können.

Im ehemaligen Lehrerzimmer waren beispielsweise zwei Polizeiwachen aufgebaut, in denen Constable Florian Wolff und Inspector Iris Kropp ihre Gegenüber ausfragten und natürlich kein Wort Deutsch konnten, wenn es denn mal hakte. Chief Inspector Elke Reichert-Lewioda trug sogar eine englische Polizeijacke.

Polizei und Pizzastand

Auch ein schickes Restaurant und ein Pizza-Stand waren kurzfristig in „Wardencastle“ zu finden. Der Eine-Welt-Laden wurde einen Vormittag zum Clothing-Shop, in dem vor allem Hoodies über den Tresen gingen, während das Sanitätszimmer stilecht zur Arztpraxis umfunktioniert war. Und in der ehemaligen Lehrerbücherei mussten die Schüler mit dem Tourist-Office Westminster telefonieren und Karten für ein Musical oder eine Themse-Tour bei Jane Taylor bestellen, die im wirklichen Leben Lehrerin Berit Pleitner ist, in ihrer Rolle als Mitarbeiterin im Tourist-Office allerdings selbstverständlich kein Wörtchen Deutsch verstand.

Rico Hellmann schlug sich im Restaurant wacker, fand die Idee des Sprachendorfs toll, „weil man die Sprache gut lernt“. Aber ziemlich anstrengend sei es doch, nur Englisch zu denken und zu sprechen, gestand er ein und machte sich auf zum Arzt, um seine „Übelkeit“ kurieren zu lassen. „Es ist richtig cool“, bilanzierte Amelie Krüger. Ihr machte der Vormittag viel Spaß. „Da kann man gut dazulernen.“ Auch dass sofort eine Bewertung erfolgte, hat ihr gefallen.

Lange Vorbereitung

Was wie ein großer Spaß wirkte und viel Vergnügen bereitete, bedurfte langer Vorbereitung. Seit September, so Heike Struckmann, sei daran gearbeitet worden, die Idee des Sprachendorfs zum ersten Mal an der IGS umzusetzen. Alle Englischlehrer waren eingesetzt, Reserven gab es keine mehr. Die Schüler hatten einen Laufzettel mit den einzelnen Stationen und konnten sich in einem Extra-Raum auf die jeweilige Situation vorbereiten.

Kein Jobwechsel

Bewertet wurde nach dem System für die mündlichen Prüfungen im Abschlussjahrgang. An diesem Raster konnten sich die Lehrer orientieren, die ihre Bewertung direkt nach dem Gespräch mit den Schülern abgaben. Die Stationen waren deshalb immer mit zwei Lehrern besetzt. Einer führte die Unterhaltung, einer beobachtete. „Das läuft prima, nachdem wir uns eingegrooved haben“, meinten Gerd Kolnisko und Adrian Giersch, die im Clothing-Shop als perfekte Verkäufer agierten. Aber den Job wechseln, das wollten sie doch nicht. Sie bleiben den IGS-Schülern also noch länger als Englischlehrer erhalten.

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