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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Als Azubi ins Ausland

13.04.2018

Wardenburg /Malta „Waschen, schneiden, föhnen“ hieß es für Pia Palmer in den vergangenen vier Wochen auf Englisch: Die Auszubildende im Wardenburger Friseursalon Bremer hat einen Teil ihrer Ausbildung in einem Salon auf der Insel Malta absolviert und ist begeistert von dieser Möglichkeit: „Es war eine tolle Chance zu sehen, wie in anderen Ländern gearbeitet wird. Mir hat es super gefallen – das würde ich jederzeit wieder machen“, schwärmt die 19-Jährige.

Organisiert von der Handwerkskammer in Oldenburg hat die Auszubildende im zweiten Lehrjahr vom 11. März bis zum 6. April in dem kleinen Salon von Georgette Galea gearbeitet, zusammen mit zwei Auszubildenden aus Spanien. „Die Arbeit war natürlich ähnlich wie bei uns, aber es ging dort lockerer zu als in Deutschland“, erzählt Pia Palmer, die auf Malta zum ersten Mal ganz auf sich allein gestellt war – in Wardenburg lebt sie bei ihren Eltern in Nikolausdorf.

Ausbildungsmonat im Ausland

Die Handwerkskammer in Oldenburg organisiert den Auslandsaufenthalt für Auszubildende in allen angeschlossenen Gewerken.

Finanzielle Fördermöglichkeiten innerhalb Europas bietet das Austauschprogramm „Erasmus +“. Die Ausbildungsvergütung wird während des Auslandsaufenthaltes weitergezahlt.

Für die Unterkunft der Auszubildenden sorgen die Partnerbetriebe vor Ort. Häufig stehen Gastfamilien zur Verfügung, aber auch Wohngemeinschaften.

41 Auszubildende aus dem Bereich der Handwerkskammer Oldenburg waren 2017 im Ausland, im Gegenzug haben 29 ausländische Auszubildende in der Region Erfahrungen gesammelt. Rund 50 Azubis werden voraussichtlich in diesem Jahr ins Ausland gehen.

Mehr Infos unter

Mehr Infos unterwww.berufsbildung-ohne-grenzen.de

Seit 2009 biete die Handwerkskammer die Organisation der Auslandsaufenthalte an, sagt Kirsten Grundmann als Ansprechpartnerin der Kammer. Sie steht den Azubis zur Seite und vermittelt die Kontakte. Grundvoraussetzung ist eine kurze Bewerbung der jungen Leute – und natürlich die Zustimmung des Ausbildungsbetriebes. „Die ist nicht selbstverständlich“, betont Kirsten Grundmann. Allerdings profitiere jeder Betrieb davon, wenn er seinen Auszubildenden eine solche Erfahrung ermögliche: „Das ist eine Zeit, in der die jungen Leute persönlich sehr reifen.“

Für Oliver Bremer war es keine Frage, seiner Auszubildenden den Auslandsaufenthalt zu ermöglichen: „Uns ist es wichtig, dass unsere Azubis sich nicht nur fachlich, sondern auch persönlich weiterentwickeln.“ Gerade angesichts des sich mittlerweile abzeichnenden Fachkräftemangels müssten Ausbildungsbetriebe ihren Mitarbeitern auch etwas Besonderes bieten.

„Das ist eine Erfahrung, die eigentlich jeder mal machen sollte“, findet Pia Palmer. „Man wird selbstständiger, kauft selbst ein, kocht seine Mahlzeiten und muss auch lernen, sich allein zurechtzufinden.“ Busfahrpläne im Ausland zu lesen, sich auf Englisch zu unterhalten und sich im Linksverkehr zurechtzufinden – für Pia Palmer ist das nun kein Problem mehr. „Natürlich war es am Anfang schwierig, insbesondere nur Englisch sprechen zu können, aber da kommt man rein“, weiß sie jetzt.

Anke Brockmeyer
Wardenburg
Redaktion Wardenburg
Tel:
04407 9988 2730
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