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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Ehrenamt: Wenn zu Hause Vorbilder fehlen

28.06.2017

Ganderkesee Während in den Schulen im Moment wegen der Sommerferien Ruhe herrscht, konzentrieren sich die Lesepaten der Gemeinde Ganderkesee schon einmal auf das nächste Schuljahr: Am Dienstag bot das Freiwilligenforum „Mach mit!“ der Gemeinde unter Leitung von Christa Wachtendorf erneut eine Fortbildung für die derzeit 32 Ehrenamtlichen an.

Dafür war Anika Schmidt, Leiterin der Delmenhorster Stadtbücherei, in den Sitzungssaal des Rathauses gekommen. Sie referierte vor 20 Teilnehmern über das veränderte Leseverhalten von Kindern und gab Tipps und Anregungen, wie man auch leseschwächere Schüler für Bücher begeistern kann.

Verschiedene Gründe

„Rund 20 Prozent aller Kinder haben Probleme beim Lesen und Schreiben“, so Schmidt. Dafür gebe es „einen ganzen Strauß an Gründen“, was allerdings häufig auffällt: „Das Lesen und Vorlesen im Elternhaus fehlt und damit auch die lesenden Vorbilder.“

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Wenn auch noch eine Leseschwäche vorliegt, kommt es dann im schlimmsten Fall zu einem wahren Teufelskreis: „Die Kinder stehen unter großem Druck, Lesen wird immer mehr mit Frust verbunden und so wird Förderung dann irgendwann als Strafe empfunden“, erklärt Schmidt.

In so einem Fall sei die regelmäßige Eins-zu-Eins-Betreuung durch die Lesepaten besonders wichtig. „Man muss die Kinder erst einmal kennenlernen“, so die Büchereileiterin. Dann könne ein Buch dementsprechend nach Interesse und vor allem nach Fähigkeiten der Schüler ausgewählt werden. Dafür präsentierte sie am Dienstag diverse Neuheiten auf dem Buchmarkt, darunter auch Comicbücher. „Die Illustrationen sollen helfen, den Inhalt besser zu verstehen“, sagt Schmidt. Auch könnten Bewegungsspiele genutzt werden, beispielsweise beim Lernen der Silbentrennung: Durch ein Hüpfspiel kann der Lernprozess unterstützt werden.

Persönlicher Kontakt

Dass es häufig nicht nur auf Fachwissen ankommt, betonte Petra Holzapfel-Sperling: Sie ist seit acht Jahren an der Grundschule Lange Straße als Lesepatin aktiv und hat viele Kinder die ganze Grundschulzeit hindurch begleitet. „Der Kontakt muss sehr persönlich und vertrauensvoll sein“, so die Patin. Dann würde man auch schnell bemerken, ob wirklich eine Leseschwäche vorliege, oder ob die Schwäche woanders begründet ist, etwa bei der Konzentration.

Bevor Anfang August das neue Schuljahr startet, haben die Ehrenamtlichen nun noch genügend Zeit, sich um neuen Lesestoff zu kümmern – darauf können sich auch die Grundschüler schon freuen.

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