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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Aus Schulbäumen werden Schulmöbel

27.11.2017

Westerburg Nachhaltigkeit, Bodenständigkeit und Eigeninitiative – das alles verbindet das Holzmöbel-Projekt der Grundschule Hohenfelde, das jetzt abgeschlossen werden konnte. Für die Kinder ist einiges dabei herausgekommen: neue Sitzmöbel und ein Spielhaus im Gartenbereich, Erfahrung im Umgang mit Werkzeugen – und viel Spaß.

Aber von vorn: Vor zwei Jahren mussten einige alte Bäume auf dem Gelände der Schule gefällt werden. Die Idee, aus dem Holz wieder etwas für die Schule zu bauen, den Bäumen sozusagen einen neuen Zweck am gleichen Standort zu geben, entstand relativ bald. Auch die Gemeinde, Eigentümerin der Bäume, ließ sich von den Mitgliedern des Fördervereins für diesen Plan schnell begeistern. „Damit so etwas Besonderes möglich wird, braucht man besondere Menschen“, betont Konrektorin Janina Hanken. Die fand die Schule unter anderem in Klaus Benthe und Uwe Johnson vom Waldpädagogikzentrum Ahlhorn, die den Kindern mit ihrem Wissen zur Seite standen, und in Manfred Schierhold und Hans Schrader, die als weitläufige Nachbarn der Schule bereits die AG „Wir bauen für die Umwelt“ realisiert hatten und nun erneut ehrenamtlich Stunden ihrer Freizeit für das Projekt aufwanden, um mit den Kindern zusammen zu arbeiten. Unterstützt wurde das Projekt zudem vom Förderverein der Schule und von der VR-Bank, die sich mit einer Spende von 1200 Euro beteiligte.

Für Manfred Schierhold war die Aktion auch eine kleine Reise in die eigene Schulzeit: Er gehörte zum ersten Jahrgang der Grundschule Hohenfelde und hatte die Bäume damals noch als kleine Neuanpflanzungen erlebt.

Die Kinder waren von A bis Z mit eingebunden: Sie gehörten dem „Baukomitee“ an, entwarfen zusammen mit den Fachleuten die Pläne für die Möbel und erfuhren die Grundlagen zur Holzbearbeitung. Entsprechend stolz waren sie, als die fertigen Möbel jetzt endlich auf dem weitläufigen Schulgelände aufgestellt werden konnten. „Es war uns wichtig, dass die Kinder in dieses Projekt mit eingebunden sind“, betont der Fördervereinsvorsitzende Hajo Schierhold. Ohne das Waldpädagogik-Zentrum, macht er deutlich, wäre die Realisierung nur schwer möglich gewesen. „Das war eine klasse Partnerschaft.“