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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Kinder ans Wasser gewöhnen

12.11.2019

Wildeshausen Erste Früchte trägt auch in Wildeshausen die bundesweite Aktion „Seepferdchen für alle“ der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und ihres Kooperationspartners Nivea. Ziel dieser gemeinsamen Initiative ist es, pädagogische Fachkräfte zum Ausbildungsassistenten Schwimmen zu qualifizieren (unsere Zeitung berichtete).

Die Ausbildung befähigt dazu, Anfängern das Schwimmen beizubringen und ihnen in den jeweiligen Einrichtungen die Seepferdchen-Prüfung abzunehmen. Bereits seit Jahren ist zu beobachten, dass die Schwimmfähigkeit von Kindern abnimmt. Die Aktion „Seepferdchen für alle“ soll helfen, wieder mehr Kinder ans Wasser zu gewöhnen und ihnen das Schwimmen beizubringen.

„Nachdem wir Anfang des Jahres dazu aufgerufen haben, sich an der Aktion zu beteiligen, haben wir im Frühjahr mit sechs Personen den ersten von drei Ausbildungsschritten begonnen“, berichtete Henning Höffner, Leiter Ausbildung der DLRG-Ortsgruppe Wildeshausen. „Vier sind dabeigeblieben und haben ihr Deutsches Rettungsschwimmabzeichen in Silber erfolgreich abgelegt.“

16 Unterrichtseinheiten

Das Abzeichen, bestehend aus 16 Unterrichtseinheiten in Theorie und Praxis, ist Voraussetzung für die beiden abschließenden Lehrgänge in übergeordneten Schulungszentren. Vermittelt werden hier unter anderem spielerische Grundlagen der Wassergewöhnung und -bewältigung sowie Grundlagen der Bewegungslehre, Biomechanik und des Schwimmenlernens. Alle drei Lehrgänge sind für die Teilnehmer und deren Arbeitgeber kostenlos.

„Als Erzieherin gehe ich regelmäßig mit Kindern zwischen vier und sechs Jahren schwimmen. Aber das Rettungsschwimmabzeichen in Bronze hat mir persönlich nicht gereicht. Ich erhoffe mir viel von den weitergehenden Kursen“, sagt Maren Windeler. Die 30-Jährige ist Mitarbeiterin im Kindergarten Gut Spascher Sand in Wildeshausen.

Regelmäßig mit ihren Schülern schwimmen geht auch Bianca Ratermann (45) aus Großenkneten. „Als Lehrerin an einer Förderschule in Vechta interessiert mich besonders, welche Möglichkeiten es gibt, Kindern mit geistiger Beeinträchtigung das Schwimmen beizubringen.“

Weil er als Jugendpfleger und Diakon auch mal eine Kanutour oder einen Tag am Meer anbieten möchte, will Jochen Wecker (55) aus Dötlingen nicht nur mehr Sicherheit bei der Schwimmaufsicht gewinnen, sondern auch mehr Kindern Aktivitäten am, im oder auf dem Wasser erschließen.

Mehr Möglichkeiten bei der Programmgestaltung mit den ihr anvertrauten Kindern erhofft sich auch Vanessa Kühling (22), Erzieherin in einer heilpädagogischen Tagesgruppe des Diakonischen Werkes: „Wir gehen zwar schon einmal wöchentlich schwimmen, aber mit einer fundierteren Rettungsschwimmer-Ausbildung kann man sich noch mehr zutrauen.“

Positive Bilanz

„Der erste Lehrgang hier in Wildeshausen hat viel Spaß gemacht und wir waren eine tolle Gruppe“, zieht Maren Windeler für sich Bilanz. „Wir wollen nach Möglichkeit versuchen, auch die beiden letzten Lehrgänge zusammen zu machen.“ Hierfür stehen den Teilnehmern verschiedene Termine zur Auswahl.

Auch nach der Qualifizierung zum Ausbildungsassistenten Schwimmen, so betont Henning Höffner, biete das Lehrgangs-Programm der DLRG bei Interesse Erziehern und Pädagogen weitere Möglichkeiten der Fortbildung an.
Interessierte für den nächsten Lehrgang in Wildeshausen schreiben an leiter.ausbildung@wildeshausen.dlrg.de.

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