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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Ausbildung: „So eine Chance gibt es nur einmal im Leben“

01.09.2017

Wildeshausen Als der Anruf von Ausbildungsleiter Hendrik Jüchter kam, war Niklas Reimann, Auszubildender zum Elektroniker für Automatisierungstechnik bei Hermes Systeme in Wildeshausen, noch etwas zögerlich. „Herr Jüchter bot mir an, dass ich dieses Jahr aus den Reihen der 24 Auszubildenden nach Totnes in England gehen darf. Da hatte ich überhaupt nicht mit gerechnet und musste erst einmal darüber nachdenken“, erinnert sich der junge Mann im dritten Lehrjahr. Doch dann gab er sich einen Ruck und sagte zu. „So eine Chance gibt es schließlich nur einmal im Leben“, war er sich sicher.

Die Wildeshauser Firma schickt, wenn möglich, jedes Jahr einen Auszubildenden für ein Praktikum ins Ausland. „Wir bieten es immer den Lehrlingen an, die sowohl in der Schule als auch im Betrieb ein hohes Leistungsniveau zeigen. Das soll von unserer Seite eine Anerkennung der Leistungen und auch ein Motivationsschub sein“, erklärt Ingo Hermes, Geschäftsleiter von Hermes Systeme.

Organisiert wurde dieser Auslandsaufenthalt von Kirsten Grundmann, Mobilitätsberaterin der Handwerkskammer Oldenburg. Sie steht in England mit den entsprechenden Partnern in Kontakt und vermittelt die Gastfamilie sowie den Praktikumsbetrieb. Außerdem hilft sie bei der Beantragung von Fördergeldern zum Beispiel über das EU-Förderprogramm Erasmus+. „Viele Auszubildende wissen gar nicht, dass sie auch im Handwerk einen Teil ihrer Ausbildung im Ausland verbringen können“, weiß Grundmann. Deshalb freut sie sich umso mehr, dass Hermes Systeme dieses Angebot der Handwerkskammer so regelmäßig nutzt.

Auch wenn die Mobilitätsberaterin viel in die Hand nimmt, muss die An- und Abreise von dem Auszubildenden selbst organisiert werden. Denn ein Ziel des Aufenthalts ist es, selbstständiger zu werden. Dieses Ziel hat Niklas erreicht: „Mir blieb gar nichts anderes übrig, als offen auf andere Leute zuzugehen. Zwar lebte ich in einer Gastfamilie, die mich auch toll aufgenommen hat, aber alles andere musste ich ja doch alleine bewältigen.“

Diese Veränderung wird auch im Ausbildungsbetrieb wahrgenommen. „Niklas war am Anfang immer etwas scheu und zurückhaltend. Nach dem Aufenthalt in England ist er viel offener und selbstbewusster, auch im Umgang mit den Kollegen. Das ist uns sofort positiv aufgefallen“, schildert Jüchter seine Beobachtungen.

Auch das Praktikum in dem englischen Betrieb war ein voller Erfolg. „Ich konnte einige Dinge aus meiner Ausbildung anwenden, habe aber viel Neues gelernt. Da ich in einem Maschinenbauunternehmen untergekommen bin, habe ich zum Beispiel bei der Fertigung von Schneidemaschinen helfen können. Das hat schon Spaß gemacht“, berichtet Niklas. Die Sprache sei nach ein paar Tagen auch kein Problem mehr gewesen. Unterschiede zum Arbeiten in Deutschland hat er kaum feststellen können. „Die Engländer sind höchstens etwas entspannter, wenn es stressige Situationen gibt. Das würde ich gerne auf die deutsche Arbeitsmoral übertragen.“

Im Nachhinein sei er froh gewesen, die Chance wahrgenommen zu haben. „Ich bin sehr dankbar, dass mein Betrieb mir diese tolle Erfahrung ermöglicht hat. Ich würde es jederzeit wieder machen und kann es jedem nur empfehlen“, ermutigt er andere Auszubildende.

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