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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Absage für Tausch der zwei Schulen

06.06.2018

Wildeshausen Die Botschaft ist am Dienstagabend im Kreishaus schnell deutlich geworden: Der Schul- und Kulturausschuss des Landkreises Oldenburg erteilt einem angedachten Tausch der Liegenschaften der Förderschule (Schwerpunkt Lernen) Hunte- und der Grundschule St.-Peter-Schule in Wildeshausen eine Absage. Es gab kein Fraktionsmitglied in der Sitzung, das sich dieser Meinung in den Weg stellte. Im Gegenteil: Die Mehrheit stimmte sogar dafür, den Beschlussvorschlag noch deutlicher zu formulieren – um der Diskussion rund um dieses Thema ein Ende zu setzen.

„Schärfer formulieren“

Der ursprüngliche Vorschlag sah vor, dass einem Tausch „unter den aktuell bekannten Rahmenbedingungen zum derzeitigen Zeitpunkt nicht zugestimmt“ wird, da eine „adäquate Fachunterrichtsversorgung nicht gewährleistet erscheint“. Weiter hieß es, dass, soweit durch die Stadt Wildeshausen ein möglicher Tausch weiter verfolgt werden soll, das aktuelle Angebot durch die Stadt um eine Fachunterrichtslösung direkt am Standort der heutigen St.-Peter-Schule zu ergänzen sei – das solle noch im Jahr 2018 passieren.

Hintergründe zum Thema

Der Wildeshauser Stadtrat hat am 6. Februar dieses Jahres mit knapper Mehrheit Bürgermeister Jens Kuraschinski beauftragt, Gespräche über die Rückübertragung der Hunteschule zu führen. Anlass sind die Raumprobleme im Grundschulbereich.

Die Hunteschule könnte, so der ursprüngliche Vorschlag, in das Gebäude der St.-Peter-Schule umziehen, die St.-Peter-Schule wiederum in das Gebäude der Hunteschule. Eltern und Schüler beider Schulen protestierten jedoch gegen dieses Vorhaben.

Noch viel zu unscharf formuliert, fand UWG-Ratsherr Wolfgang Däubler. Er beantragte, den Beschlussvorschlag deutlich zu kürzen: „Einem Tausch der Liegenschaften zwischen Hunte- und St.-Peter-Schule wird unter den aktuellen Rahmenbedingungen nicht zugestimmt.“ Dem stimmte die FDP-Fraktion zu. Niels-Christian Heins sagte dazu, dass die gewählten Formulierungen im ursprünglichen Beschlussvorschlag eine Verunsicherung widerspiegelten. Er müsse umformuliert werden, um „Ruhe in die Diskussion zu bringen“. Hartmut Post (CDU) schlug in dieselbe Kerbe. Mit seiner Fraktion habe er sich beraten. Letztlich lehnte auch die CDU-Fraktion einen Tausch eindeutig ab. „Ich persönlich bin der Meinung, dass schnell eine Lösung her muss“, begründete Post seine Zusage zur Änderung. Gegen einen Tausch der Liegenschaften sprachen sich auch Hannelore Hunter-Roßmann (SPD) und Götz Rohde (Grüne) aus. „Die Nachteile für die Schüler wären nicht zu akzeptieren“, so Hunter-Roßmann. Bei zehn Zustimmungen, acht Gegenstimmen und zwei Enthaltungen wurde dem geänderten Beschlussvorschlag zugestimmt.

Nachteile für Schüler

Was er von einem Tausch der Liegenschaften hielt, hatte Landrat Carsten Harings zuvor deutlich gemacht: Vor dem Hintergrund, dass sich die Situation der Förderschulen mit Schwerpunkt Lernen ändern wird, halte er einen Tausch „per se für zumutbar. Aber nur dann, wenn die Schüler dadurch keinen Nachteil erleiden.“ Diese Nachteile würden aber nach jetzigem Stand, so war der Sitzung deutlich zu entnehmen, zustande kommen.

Zum Thema Förderschulen Lernen hatte Harings zusätzlich noch etwas zu berichten. Der Schul- und Kulturausschuss hatte im Februar empfohlen, die von der Landesregierung geplante Option zur vorübergehenden Weiterführung der Förderschule Lernen wahrzunehmen. Ein entsprechender Antrag an die Landesschulbehörde wurde gestellt. Die Antwort sei zwar noch nicht offiziell da, aber die Signale, dass diese Option für alle drei Förderschulstandorte Lernen im Landkreis umgesetzt werden könne, seien positiv, so Harings.

Verena Sieling
Wildeshausen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2708

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