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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Einmal quer durch Europa

24.10.2018

Wildeshausen Millionen von Menschen ergriffen 2015 die Flucht, da in ihren nahöstlichen Heimatländern Bürgerkriege ausgebrochen waren. Viele kamen in Turn- und Sporthallen unter, darunter auch in der Widukindhalle an den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Wildeshausen.

Während der Monate, in den die Flüchtlinge in der Sporthalle wohnten, gab es Kontakte zu den BBS-Schülern und zu ihren Gastschülern aus Frankreich und Tschechien, die unweigerlich mit der ungewöhnlichen Situation konfrontiert wurden. Da sich die Jugendlichen für die Lage der Flüchtlinge interessierten und sich mit ihnen austauschten, entstand die Idee eines gemeinsamen Projektes mit Migration als Themenschwerpunkt.

Neues Erasmus-Projekt

Das Ergebnis dieser Idee war die Teilnahme an dem Projekt „Erasmus Plus – strategische Schulpartnerschaft“, zusammen mit einer Schule aus Spanien (IES Miguel de Cervantes de Murcia) und Frankreich (Lycee St Francois d’Assise in La Rouche sur Yon). Die BBS Wildeshausen wurden somit erneut offizielle Erasmus-Schule.

EU fördert Schüleraustausch der BBs

Das Erasmus-Plus-Projekt ist ein Förderprogramm der Europäischen Union, womit die allgemeine und berufliche Bildung sowie die Jugend und der Sport unterstützt werden. Es richtet sich an alle Arten von Organisationen, wodurch auch Schulen an den Programmen teilnehmen können.

Das Berufliche Gymnasium Wildeshausen nimmt an dem Projekt „Erasmus Plus Leitaktion II – Strategische Schulpartnerschaften“ zusammen mit zwei weiteren Schulen aus Frankreich und Spanien teil.

Unter dem Titel „Mobility and migration, what are the impacts of the european youth?“ (auf Deutsch: „Mobilität und Migration, was sind die Auswirkungen der europäischen Jugend?“) werden die Schüler das europaweite Problem der Migration bearbeiten.

Die Schüler der BBS Wildeshausen werden dabei von ihrem Lehrer Hartmut Junker begleitet, der zudem das Team „Internationalisierung“ leitet und mit den Jugendlichen die Projektideen darstellen wird. „Wir werden versuchen, allen 15 Schülern, die sich beworben haben, auch den Austausch zu ermöglichen“, sagte Junker bei der Vorstellung des Projektes am Dienstag. Denn eigentlich ist die Teilnehmerzahl auf zwölf reisende Schüler begrenzt.

In dem zunächst zweijährigen Vorhaben, das im März bei der französischen Agentur für Erasmus-Plus-Projekte eingereicht und im August genehmigt wurde, sind insgesamt drei Treffen in den beteiligten Ländern angesetzt.

Die Arbeitsgruppen werden bei den Treffen die freiwillige und die erzwungene Migration behandeln und die Situationen in ihrer jeweiligen Heimat vergleichen.

Zusätzlich entwickeln die spanischen Teilnehmer einen länderumgreifenden Internetauftritt, die sich ebenfalls mit den hauptsächlichen Themen beschäftigt. Die Internetseite ermöglicht es den Schülern, sich über das Format „etwinning“ und über andere Soziale Netzwerke auszutauschen. Während des Vorhabens wird Englisch als Projektsprache genutzt.

Die koordinierende Schule wird während der Laufzeit des Projektes die französische Partnerschule sein, mit der die BBS bereits in vorherigen Projekten kooperierte. „Wir werden etwas weniger als ein Drittel der Fördergelder erhalten, da die französische Schule für die Koordination des Projektes die größte Summe erhält“, so Junker.

Fortbildung startet

Die organisierenden Lehrer des Beruflichen Gymnasiums  sind neben Projektleiter Hartmut Junker noch Claudia Petermann, Maike Möller und Itziar Delicado. Der Start des Projektes ist am Montag, 5. November.

Bei einer Lehrerfortbildung, die am Freitag, 9. November, in Wildeshausen endet, wird den französischen und spanischen Kollegen präsentiert, wie in Deutschland bei der Migration beteiligte Institutionen zusammenarbeiten und wie deren Konzepte umgesetzt werden können.

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