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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Gummibärchen für potenzielle neue Auszubildende

18.06.2018

Wildeshausen Was haben Gummibärchen mit dem Landkreis Oldenburg zu tun? Sehr viel, wenn es nach Beate Jüchter geht. Sie ist die Ausbildungsleiterin im Kreishaus und durfte sechs Schülern den Ausbildungsberuf in der Verwaltung schmackhaft machen. Und zwar mit Gummibärchen.

Initiiert wurde das Treffen durch die Zukunftswerkstatt Ausbildungsplatzinitiative e.V. (Zwaig). Diese begleitet regelmäßig Schüler dabei, in Ausbildungsberufe hineinzuschnuppern. Dieses Mal stand die Kommunalverwaltung im Programm. „Den Landkreis in zwei Stunden vorzustellen, ist in etwa so, wie ein Europatrip, der nur drei Tage geht“, begrüßte Christian Wolf, erster Kreisrat, die Schüler. Dennoch hieß er die fünf Mädchen und den einen Jungen herzlich willkommen und war dankbar für das Interesse an einem Beruf in der Behörde.

Jüchter legte los mit einer Powerpoint-Präsentation. Manch ein Schüler lehnte sich zunächst zurück und ließ die Ausbildungsleiterin etwas über das Kreishaus erzählen. Doch schnell band die Referentin ihr junges Publikum mit ein.

„Jedem Auszubildenden, der am 1. August die Ausbildung beginnt, ist am ersten Tag eine Tüte Gummibärchen oder eine Tafel Schokolade auszuhändigen“, so war auf einer Folie zu lesen. „So sieht ein typischer Gesetzestext aus. Abgesehen davon, dass es bei den meisten Gesetzestexten nicht um Gummibärchen geht“, erklärte Jüchter. Das Beispiel war erfunden, aber wirkungsvoll. Anhand dessen lernten die Jugendlichen juristische Begriffe. Langsam kamen die Gäste in Schwung, beantworteten Fragen wie: Was ist ein Tatbestand? Was bedeutet der Begriff Rechtslage? Echte Gummibärchen gab es danach auch für alle.

Die Gummibärchen-Thematik zog sich weiter durch. Die Gesetzestexte wurden komplexer. „Das macht die Ausbildung so anspruchsvoll. Sich über die Definitionen in Gesetzten klar zu sein und gleichzeitig immer zu wissen, nichts ist wirklich vollends definiert“, sagte Jüchter. Ein sprachlicher Schlupfwinkel sei zum Beispiel das Wort „insbesondere“, verriet sie den Jugendlichen.

Jüchter hatte auch Unterstützung beim Vortragen: Marika Hohenäcker, Auszubildende im ersten Lehrjahr. Sie beschrieb drei typische Aufgabengebiete in ihrem Beruf: „Ich prüfe Anträge, zum Beispiel Bauanträge. Dann habe ich oft Kundenkontakt und komme mit Menschen ins Gespräch. Im Außendienst bin ich auch eingesetzt. Wenn Statiker auf eine Baustelle fahren zur Inspektion, nehmen die einen manchmal mit.“

Letztlich hatten die Schüler schon konkrete Vorstellungen, was ihnen im Job wichtig ist. „Mir ist es wichtig, dass ich mich wohl fühle und dass keine schlechte Laune aufkommt“, sagte Amy Joyce. Die Neuntklässlerin geht auf die Realschule Wildeshausen. „Gute Perspektiven und Weiterentwicklungsmöglichkeiten“ wünschte sich Jasmin. Die Neuntklässlerin macht zur Zeit ein Praktikum im Kreishaus. Celine vom Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium ist vor allem wichtig, „nicht nur im Büro zu sitzen“. Florian vom Gymnasium Wildeshausen sieht sich schon in der Verwaltung, „das Juristische interessiert mich sehr“, sagte der Zehntklässler.

Neben dem Einblick in die Rechtsanwendung erwartete die Schüler auch ein kleines Quiz zum Landkreis. Am Ende ging man auf die Ausbildungsmöglichkeiten ein. Neben Verwaltungsfachangestellten bildet der Landkreis auch Verwaltungswirte aus. Voraussetzung ist der Realschulabschluss.

„Die Lehre zu stützen“ sei eine große Aufgabe von Zwaig, sagte Vorstandsmitglied Rolf Dasecke. „Der derzeitige Fachkräftemangel ist nicht das Ende“, machte er dem potenziellen Nachwuchs klar.

Freya Adameck Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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