• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Es gibt immer noch zu wenig Krippenplätze

19.04.2018

Wildeshausen Aus der Wildeshauser Stadtkasse fließen jedes Jahr gut drei Millionen Euro in die Kindertagesstätten. Künftig werden es noch etwas mehr sein, wenn die Elternbeiträge für Kinder ab drei Jahren wegfallen. „Wir machen wohl nicht das ganz große Minus, aber es wir spürbar sein“, sagte Rita Manietta (Stadtverwaltung) am Dienstagabend im städtischen Sozialausschuss. Das Land übernimmt nicht die kompletten Kosten der Kitagebühren.

Konkret sind hingegen jetzt die Kosten für den Anbau des Kindergartens „Schatzinsel“ an der Straße „Im Hagen“. 2015 hatte die Stadt dem Projekt bereits zugestimmt, nun bewilligte der Ausschuss die Mehrkosten wegen Preissteigerungen von 14 000 Euro und damit den insgesamt 162 200 Euro. Ein Mehrzweckraum, die Erweiterung von Erschließungsflächen und die bauliche Anpassung eines Gruppenraums müssen nach Aussagen von Pfarrer Lars Löwensen von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde nun realisiert werden. Aus Brandschutzgründen dürfe das Obergeschoss des Kindergartens nur noch eingeschränkt genutzt werden.

Neue Herausforderungen

CDU-Ratsherr Günter Lübke kritisierte, dass angesichts fehlender Kita-Plätze in Wildeshausen ein Kindergarten erweitert wird, ohne das ein neuer Gruppenraum für weitere Kinder geschaffen wird. Von Seiten der „Schatzinsel“ hieß es dazu, dass die Kita mit sechs Gruppen bereits die maximale Zahl erreicht habe und nicht über unendliche Flächen verfüge. Ferner: Seit dem Bau des Kindergartens im Jahr 2000 habe es in der Betreuungslandschaft viele Veränderungen gegeben. Neueste Herausforderung: Zum 1. August wird die Sprachförderung künftiger Erstklässler von den Grundschulen in die Kindergärten verlegt.

Aktuell stehen in den Wildeshauser Kindergärten 30 freie Plätze zur Verfügung. Für den 1. August liegen 33 Anmeldungen vor. „Wir werden wohl alle Kinder versorgen können, wenn auch nicht im gewünschten Kindergarten und nicht zur geplanten Tageszeit“, sagte Manietta. Unklar sei zum Beispiel noch, ob Eltern wegen der neuen Gebührenfreiheit ihre Kinder künftig länger in der Kita betreuen lassen.

In den Krippen können aktuell 36 Mädchen und Jungen nicht versorgt werden. Die Größe einer Gruppe richtet sich nach dem Alter der ein- bis dreijährigen Kindern. Je jünger die Kinder, desto weniger dürfen pro Gruppe betreut werden. Manietta geht davon aus, dass weitere Krippenplätze frei werden. Das hänge aber auch davon ab, wie viele der Dreijährigen in eine Kindergartengruppe wechseln.

Es fehlen Krippenplätze

Neu sei, dass auch Eltern von Dreijährigen, die noch in der Krippe sind, ab August keine Gebühren mehr zahlen müssen. „Die Versorgungssituation in den Krippen ist nicht gut“, so Manietta, „aber schon besser als im Vorjahr, als es 60 unversorgte Kinder gab“.

Seit Mitte Februar gibt es eine neue Krippengruppe im Heilpädagogischen Kindertagesstätte „Farbenfroh“, der Kindergarten „Sternschnuppe“ an der „Heidloge“ wird gerade erweitert, und für den Kindergarten „Regenbogen“ in Kleinenkneten gibt es auch Erweiterungspläne.

Zugestimmt hat der Sozialausschuss, sofern es die Finanzlage erlaubt, Geld für einen zwei- bis dreigruppigen Kindergartenneubau in den Haushalt 2019 einzustellen. Im Hintergrund steht ja auch noch die ungelöste Raumsituation an den Grundschulen. Es gab auch schon mal Pläne für eine neue Grundschule mit Kindergarten und Hort.

Weiter verfolgt wird auch das Thema Großtagespflege als ergänzende Betreuungseinrichtung. Sie gibt es unter anderem in den Gemeinden Großenkneten und Hatten.

Christoph Koopmeiners
Wildeshausen/Dötlingen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2705

Weitere Nachrichten:

Kirchengemeinde | CDU | Kindertagesstätte

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.