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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

CDU spricht sich für Hunteschule aus

26.01.2018

Wildeshausen Die CDU-Fraktion im Wildeshauser Stadtrat beantragt, Gespräche mit dem Landkreis Oldenburg zur Sicherung des Förderschulstandortes in der Kreisstadt Wildeshausen zu führen.

Hintergrund ist, dass die Koalitionsverhandlungen in Niedersachsen ergeben haben, dass die Schulträger die Möglichkeit haben, auf Antrag die Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen im Sekundarbereich I (ab Schuljahrgang 5) vier weitere Jahre am Standort zu erhalten. Das Gesetz sei als erster Schritt zum Erhalt der Förderschulen anzusehen und unterstütze das in der UN-Behindertenrechtskonvention geforderte Kindeswohl.

In der vergangenen Woche hatte bereits der CDU-Landtagsabgeordnete des Wahlkreises Cloppenburg-Nord, Karl-Heinz Bley, die nun wieder mögliche Fortführung der Förderschule Lernen und die stärkere Berücksichtigung des Elternwillens begrüßt.

Die Wildeshauser CDU-Ratsfraktion erläutert in ihrem aktuellen Antrag auch, warum sie sich für eine Fortführung der Förderschule Lernen und die Gewährung eines Bestandschutzes bis 2028 ausspricht: „Es ist unserer Auffassung nach sinnvoll, den Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigten von Kindern mit festgestelltem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf Lernen eine wirkliche Wahlfreiheit über die künftige Beschulung ihres Kindes zu geben und selbst entscheiden zu lassen, ob ihre Kinder die inklusive Regelklasse an einer weiterführenden allgemeinbildenden Schule oder eine Klasse in einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen besuchen“, führt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Günter Lübke aus.

Seine Fraktion vertrete darüber hinaus die Auffassung, dass es Schüler gebe, deren besonderen Bedürfnissen man durch die Beschulung in der Förderschule Lernen aufgrund der deutlich kleineren Lerngruppen und der Expertise der pädagogischen Fachkräfte besser gerecht werden könne. Entscheidend für einen erfolgreichen Schulbesuch und das individuelle Kindeswohl sei eine bedarfsgerechte Unterstützung sowie eine gute und vertraute Beziehung zu den Lehrkräften und dem weiteren pädagogischen Betreuerstab in der Schule.

Damit hat sich die CDU im Vorfeld der Sitzung des Kreisschulausschusses am Dienstag, 6. Februar, deutlich positioniert. Dort wird darüber beraten, ob der Landkreis als Schulträger den Erhalt der Wildeshauser Förderschule Lernen für vier weitere Jahre beantragt oder nicht.

Diese Entscheidung wird auch deshalb mit Spannung erwartet, weil es Begehrlichkeiten für das Gebäude der Hunteschule gibt. Falls die Förderschule nämlich nicht verlängert wird, sollen hier die rund 200 Grundschüler der katholischen St.-Peter-Schule einziehen. Die dann frei werdende St.-Peter-Schule böte Platz für die noch gut 50 verbleibenden Hunteschüler sowie Grundschüler der benachbarten, unter Platzmangel leidenden Holbeinschule. Sowohl Hunteschule als auch St.-Peter-Schule lehnen diesen Tausch jedoch ab.

Uta-Maria Kramer
Wildeshausen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2703