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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Entdecker auch Umweltschützer

16.06.2018

Wildeshausen Mit einem lauten Knall endete die Feierstunde: Die Mädchen und Jungen der Grundschule auf Gut Spascher Sand sprangen vor Freude auf kleine Luftsäcke aus Plastik. Sie konnten den Start des Sommerfestes der Schule am Freitag kaum noch erwarten. Der Knall in der Aula der Privatschule war aber auch Ausdruck der Freude über das gerade erworbene Zertifikat: Die Schule ist die erste Naturparkschule im Naturpark Wildeshauser Geest.

Naturparks

104 Naturparks gibt es in Deutschland. Das entspricht etwa 25 Prozent der Gesamtfläche Deutschlands, wie der Verband Deutscher Naturparke (VDN) mitteilt. In gut einem Viertel der Naturparks gibt es Naturparkschulen. Sie bringen Schülerinnen und Schülern die Region als vielfältige Lern- und Erfahrungsorte nahe und sensibilisieren sie für die Besonderheiten der Heimat.

„Heut’ ist ein Fest, hört her“, sangen die Kinder in der Aula, geleitet von den Musiklehrern Anja Lüers und Peter Juchin. Auch Grundschulleiterin Susanne Klein sprach von einem „großen Tag“. Unter den Gästen begrüßte sie Björn Thümler, Niedersachsens Minister für Kultur und Wissenschaft, der in Begleitung von Ehefrau Christina Rebus gekommen war, Landrat Carsten Harings, Rolf Eilers und Iris Gallmeister vom Zweckverband Naturpark Wildeshauser Geest und Anke Götze aus der Geschäftsführung der Privatschule. Die Idee zur Naturparkschule hatte Anne Flenker, Regionalmanagerin des Naturparks Dümmer, deren Tochter Clara (9) die Privatschule besucht.

Passt zu Montessori

Naturparkschule zu sein bedeutet nach den Worten Kleins, den Gedanken der „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ (BNE) im Schulalltag konsequent umzusetzen. Das Konzept passe ideal zum Gedanken der Montessori-Pädagogik, deren Ziel es sei, Menschen mit Weitblick für gesellschaftliche und ökologische Zusammenhänge zu erziehen. Die Mädchen und Jungen sollen den Naturpark Wildeshauser Geest als außerschulische Lernstandort erleben und „lieben lernen“. Sie wünsche sich, dass alle Kinder zu Entdeckerprofis und leidenschaftlichen Naturschützer werden. Vom nächsten Schuljahr an werde es einen Tag pro Woche verbindlich als „Entdeckertag“ geben.

Von der gerade beendeten Projektwoche berichteten die Schülerinnen und Schüler. Dabei gab es eine Stadtrallye, eine Kanutour auf der Hunte, einen Schnuppertag auf dem Golfplatz sowie Aktionen im Museumsdorf. Naturpark-Geschäftsführer Eilers wies auf Flora und Fauna in „einer ganz besonderen Landschaft“ hin. „Wir möchten, dass Ihr Spaß habt. Dann könnt Ihr auch Verantwortung übernehmen. Minister Thümler, dessen Tochter Antonia (6), die Schule besucht, lobte das „tolle Konzept“. „Ihr seid eine Schule, die rausgeht.“ Zugleich regte er an, auch „Kulturschule“ zur werden.

Werbung für Umwelt

Landrat Harings meinte, wenn Kinder die Umweltidee nach draußen tragen würden, sei dies ein unbezahlbarer Wert. Er warb bereits für die Ausstellung der Schule im Frühjahr 2019. Dann schritten die Verantwortlichen zur Tat – und schraubten eine Tafel mit dem Hinweis „Naturparkschule“ an die Außenwand. Die Kinder hielt es nicht mehr in der Aula: Das Sommerfest hatte schließlich begonnen.


Ein Video gibt es unter   www.nwzonline.de/videos 
Video

Stefan Idel
Redaktionsleitung
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2701

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