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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Bildung: Spanische Lehrer geben dem Gymnasium Bestnoten

18.12.2019

Wildeshausen So viel Lob tut nicht nur in der Vorweihnachtszeit gut: „Eine ganz tolle Schule“, geben Rosa Rodriguez Perez und Manolo Rodriguez Machado dem Gymnasium Wildeshausen Bestnoten. Die Schülerinnen und Schüler seien „pflegeleicht und sehr diszipliniert“. Auch die Ausstattung sei exzellent. Von „Whiteboards“ und I-Pad-Klassen sei man in vielen Regionen Spaniens noch weit entfernt. Deutschland investiere deutlich mehr Geld in sein Schulsystem.

Die beiden Pädagogen kommen von der Schule „IES Pérez Galdós“ in Las Palmas auf der kanarischen Insel Gran Canaria. Sie hospitieren vom 6. bis zum 18. Dezember im Rahmen eines Erasmus-Projektes am Gymnasium Wildeshausen und werden hier von Spanisch-Lehrerin Ina Franz betreut. In der Wittekindstadt fühlen sie sich gut aufgenommen. „Die Menschen sind sehr freundlich“, sagt Rodriguez Machado. Er hat mit seiner Kollegin unter anderem den Weihnachtsmarkt besucht und dort Geschenke gekauft. Auch Besuche in Hamburg und Oldenburg sind geplant.

Im Rahmen des Erasmus-Programms der Europäischen Union sollen die Spanier das deutsche Schulsystem und den Fremdsprachenunterricht kennenlernen. So unterrichten die Kollegen in den Spanisch-Lerngruppen von Jahrgang 6 bis 12. „Höhepunkt“ sei der Spanisch-Leistungskurs in Jahrgang 12, in dem derzeit neun Schülerinnen und Schüler sind, berichtet Studienrätin Ina Franz. Dort wurde ein Text der spanischen Schriftstellerin Almudena Grandes bearbeitet. Das passte gut, weil Rodriguez Machado in seiner Schule Literatur unterrichtet.

Eine Schüler-Gruppe des Gymnasiums war zuletzt vor vier Jahren im Rahmen des Erasmus-Programms auf der kanarischen Insel zu Gast. Franz würde sich wünschen, dass nicht nur Kollegen aus anderen Ländern nach Wildeshausen kommen, sondern dass auch die Gymnasiallehrer öfter im Ausland hospitieren. Doch der bürokratische Aufwand für das Erasmus-Programm sei zu groß, blickt sie etwas neidisch auf die „IES Pérez Galdós“, wo sich eine Koordinatorin um diese Projekte kümmert.

Als recht ungewöhnlich empfinden die spanischen Gäste das Schulsystem in Deutschland, wo bereits nach der 4. Klasse differenziert wird. Gern hätten sie daher auch der Hauptschule und der Realschule einen Besuch abgestattet – auch, um dort die Jugendlichen kennenzulernen. Doch dafür sei die Zeit zu knapp. Weil in Spanien die Jugendarbeitslosigkeit noch sehr hoch ist, versuchen die Pädagogen auf der kanarischen Insel ihre Schülerinnen und Schüler fit zu machen für einen Auslandsaufenthalt. Die Schule unternehme große Anstrengungen, um Sprachunterricht in Englisch, Französisch oder auch Deutsch anzubieten. Einen Grund, in Spanien zu bleiben, gibt es aber: Das Wetter auf den Kanaren sei besser als das Grau im deutschen Dezember.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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