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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Wallschule wird nächsten Sommer entlastet

09.11.2017

Wildeshausen Die Eltern aus den neuen Wohngebieten im Stadtwesten von Wildeshausen und die Eltern rund um den Lehmkuhlenweg müssen ihre Kinder künftig in die Holbeinschule einschulen und nicht mehr wie bislang in die Wallschule. Grund ist die Änderung der Einzugsbezirke für die Grundschulen, der der Schulausschuss am Dienstagabend einstimmig zugestimmt hat.

Die Stadt will die Wallschule (400 Kinder) entlasten. Sie ist eigentlich nur für vier Klassen pro Jahrgang zugelassen, wird aber schon seit längerem fünfzügig betrieben. „Wir sind in der Pflicht zu handeln, weil die Raumnot an der Wallschule sehr groß ist“, erklärte der Leiter des Fachbereichs Schule in der Stadtverwaltung, Hans Ufferfilge. Die Grundschule könne ansonsten ihrem pädagogischen Auftrag nicht mehr ausreichend nachkommen.

Im nächsten Schuljahr soll die Wallschule nur noch vier statt fünf erste Klassen bilden, die Holbeinschule drei statt zwei. Da die Holbeinschule (aktuell 200 Kinder) im nächsten Sommer drei vierte Klassen entlässt, stellt sich das Raumproblem noch nicht. Doch für eine durchgängige Dreizügigkeit hat die Grundschule keinen Platz. Das unterstrich auch Schuldezernent Karl-Heinz Book. Bis zum Schuljahr 2019/2020 müsse eine Entscheidung her.

Die Folge der geänderten Schuleinzugsbezirke kann somit sein, dass Eltern im nächsten Sommer ein Grundschulkind zur Wallschule und eines zur Holbeinschule bringen müssen. Es besteht aber die Möglichkeit, einen Härtefallantrag zu stellen.

Die dritte Grundschule in Wildeshausen, die Sankt-Peter-Schule, hat als katholische Bekenntnisschule die gesamte Stadt als Einzugsgebiet.

Die CDU-Fraktion begrüßt nach Aussagen von Günter Lübke die neue Grenze, um vorübergehend zu einer Entlastung zu kommen. „Die Grenze hätte schon früher geändert werden müssen.“ Der Druck, neue Schulräume zu schaffen, bleibe nach wie vor.

Matthias Kluck (SPD) merkte an, dass die Schreiben an die Eltern zur Einschulungsuntersuchung schon verschickt seien. Die Untersuchungen fänden dort statt, wo die Kinder auch eingeschult werden. Die Änderung sorge für Verwirrung.

Lehrervertreter Harald Küster meinte dazu, dass diese Situation den Eltern nur schwer zu vermitteln sei.
Eigentlich wollte der Ausschuss auch den CDU-Antrag behandeln, nach dem die Stadtverwaltung die Kosten für den Neubau einer inklusiven Grundschule mit Ganztagsangebot einschließlich Mensa, Kinderkrippe und Kindertagesstätte sowie den Neubau einer Sporthalle ermitteln sollte. Ratsherr Manfred Rebensburg (Grüne) wies aber darauf hin, dass der Ausschuss das nicht dürfe, weil der Rat erst im Juni abgelehnt hatte, eine neue Grundschule im Bereich der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme (StEM) zu bauen. Danach gilt eine halbjährige Sperrfrist. Vorher darf nicht erneut darüber beraten werden. Somit soll nun der Verwaltungsausschuss über eine vorzeitige Beratung entscheiden.
Übrigens: Der Ausschuss löste den vor vier Jahren gegründeten Arbeitskreis Schule auf. Er war ins Leben gerufen worden, um die Raumnot an den Grundschulen zu lösen. Eine Lösung gibt es bekanntlich bis heute nicht.