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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Zeugnis öffnet Tür zum Ausbildungsplatz

03.07.2019

Wildeshausen Hinrich Rick­lefs, Leiter der Volkshochschule (VHS) Wildeshausen, zeigte sich beeindruckt. „Da wurden zum Teil tolle Noten abgeliefert“, sagte er am Ende des Prüfungsmarathons. Zum ersten Mal seit zehn Jahren hatte die Bildungseinrichtung wieder einen Kursus angeboten, der mit dem Hauptschulabschluss endet. Ermöglicht wurde dies durch Projektmittel des Landes Niedersachsen für den zweiten Bildungsweg für Geflüchtete. Insgesamt elf Frauen und Männer stellten sich der Prüfung. Acht haben bestanden und konnten am Dienstag ihre Abschlusszeugnisse in den Händen halten.

Die Teilnehmer im Alter von 18 bis 25 Jahre stammen aus Ländern wie Syrien, dem Irak, Afghanistan oder Bulgarien, berichtet Organisatorin Antina Peters von der VHS. Ein Jahr lang wurden im Hauptkursus 1000 Stunden unterrichtet, so in Fächern wie Deutsch, Biologie, Mathematik und Gestaltendes Werken. Einige der Prüflinge hatte zuvor einen Vorkursus in Deutsch und Mathematik mit rund 500 Unterrichtsstunden absolviert. Als Referenten waren Maren Becker-Jäschke, Michael Sacher und Christoph Essing im Einsatz. Die Leiterin der Wildeshauser Hauptschule, Dorit Hielscher, nahm die Prüfungen ab. Die schriftliche Prüfung Mitte Mai erfolgte in den Fächern Deutsch, Mathematik, Biologie und Politik. In der mündlichen Prüfung mussten die jungen Frauen und Männer Anfang Juni in den Fächern Mathe, Deutsch, Bio und Gestaltendes Werken ran. So wurde im Fach Politik unter anderem nach den EU-Institutionen gefragt. In Biologie ging es um das Themenfeld Gesundheit und Ernährung. Hielscher zufolge erfolgte die Abschlussprüfung nach den Kriterien des Kultusministeriums in Hannover. Bestanden haben Niko Nierhauve, Ali AlAli, Alaa Faris Ido, Mohamad und Ahmad Al Rashid, Aras Omar, Krassimir Stoyanov und Ghalia Findi Qero.

Prüfungsbester mit einem Notenschnitt von 1,4 war Ahmad Al Rashid. Der 19-Jährige war mit seinem Zwillingsbruder Mohamad aus Aleppo (Syrien) geflüchtet und lebt seit 2015 in Wildeshausen. Nach der Unterbringung in einem Flüchtlingslager hatten die beiden Brüder zunächst in Ahlhorn gelebt.

„Ich habe mich gewissenhaft auf die Prüfung vorbereitet und war selten an der frischen Luft“, erzählte Al Rashid in nahezu akzentfreiem Deutsch. Die Mühen haben sich gelohnt. Nach dem Hauptschulabschluss hat Mohamad Al Rashid eine Lehrstelle als Friseur in Aussicht. Sein Bruder Ahmad beginnt eine Ausbildung als Anlagenmechaniker bei der Firma Paul Schmidt in Wildeshausen. Nachdem die Familie mit Mutter und Schwester wieder vereint ist, haben die Al Rashids allerdings ein Problem: Sie suchen dringend eine Wohnung mit vier Zimmern in Wildeshausen, wie ihre Betreuerin Bettina Jacke sagt. Anbieter können sich bei ihr unter Telefon   01516/818 26 18 melden.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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