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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Mit 18 Jahren wieder zur Grundschule

08.05.2019

Wildeshausen Ihren Schulabschluss hat die 18-jährige Lynn Berger bereits in der Tasche. Und was sie später einmal werden will, weiß sie auch schon: Grundschullehrerin in den Fächern Deutsch und Sport. Doch direkt an die Uni wollte die Wildeshauserin nicht: „Ich wollte ein Jahr einmal raus, nicht aus dem Lernen wieder sofort ins Lernen“. Deshalb hat sie sich entschieden, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) an der Privatschule Gut Spascher Sand zu machen. Dort erhält sie Einblicke in den Grundschullalltag.

Viel Zeit für die Kinder

Seit neun Monaten ist die 18-Jährige bereits auf der Privatschule und verbringt viel Zeit mit den Kindern der ersten bis vierten Klassen. Sie nimmt am Unterricht teil, hilft den Schülern, wenn sie Schwierigkeiten haben und begleitet sie zu Arbeitsgemeinschaften. Hin und wieder betreut Berger eine Klasse ganz allein. „Wenn wir mal eine Vertretung brauchen oder eine Stunde überbrücken müssen“, sagt die Schulleiterin Susanne Klein; „das kommt aber nur selten vor“.

Auf einen Blick

Ein Freiwilliges Soziales Jahr ist ein Freiwilligendienst.

Männer und Frauen können sich für das Allgemeinwohl engagieren.

In der Regel dauert der Dienst 12 Monate und ist in Vollzeit zu leisten.

FSJler müssen mindestens 16 Jahre und dürfen höchstens 27 Jahre alt sein.

Wer älter als 27 Jahre ist, kann Bundesfreiwilligendienst in Voll- oder Teilzeit leisten.

Interessierte können sich direkt an das jeweils zuständige Fachreferat wenden.

Wenn Berger mit den Kindern Sportunterricht hat, kann sie eigene Ideen einbringen. Dann wird „Stopptanz“ gespielt oder „Feuer, Wasser, Blitz“. Die Spiele kennt sie aus der Kindheit. „Wenn ich ’Feuer’ rufe, müssen die Kinder beispielsweise in eine Ecke rennen.“ Ein ganz besonderes Erlebnis für Berger war die Fahrt ins Wissenschaftsmuseum Universum in Bremen. „Gemeinsam mit den Kindern und einer Lehrkraft mit der Bahn nach Bremen zu fahren: Das ist eine neue Erfahrung für mich gewesen.“

Neben der Betreuung der Kinder, ist sich die 18-Jährige auch nicht zu schade, in den anderen Bereichen der Privatschule mit anzupacken – so in der Küche: „Eine der zwei Frauen in der Küche ist einmal ausgefallen. Ich wurde gefragt, ob ich helfen wollte. Natürlich habe ich zugestimmt.“ Neben dem Aufdecken des Geschirrs und dem Abspülen hat sie dabei das Essen an die Kinder ausgegeben. „Es wurde mir gut erklärt; und es ist ja auch nicht so schwierig“, lacht Berger.

Ebenfalls gehören Seminare zum Freiwilligen Sozialen Jahr. An insgesamt 25 Tagen treffen sich FSJler, um sich über ihre Erfahrungen auszutauschen und Neues zu lernen. „Es geht hauptsächlich um den sozialen Aspekt“, wie Berger sagt. Jedes Seminar habe dabei einen Themenschwerpunkt. „Das letzte Mal war es Reflexion“, sagt die Wildeshauserin. Dabei hat sie gelernt, wie man mit Kindern und Erwachsenen am besten umgeht und auch Grenzen setzt. „Das kann ich gut in meinen Alltag einbinden.“

„Ich bin sehr zufrieden“

Für die 18-Jährige geht es bereits auf das Ende ihres Freiwilligen Sozialen Jahrs zu. In drei Monaten hat sie ihre FSJ-Zeit beendet. Ein Fazit hat sie bereits jetzt gezogen: „Ich bin sehr zufrieden. Und bin selbstbewusster geworden, weil man viel selbst organisieren muss.“ Auch Schulleiterin Klein ist mit ihrer FSJlerin glücklich: „Es ist toll zu sehen, wie sie sich entwickelt hat. Und wir hätten vieles in diesem Jahr nicht ohne sie geschafft“, meint Klein.

Das nächste Ziel der 18-Jährigen ist es nun, mit einem Studium zu beginnen. Denn eines hat ihr das FSJ deutlich gemacht: Sie will Grundschullehrerin werden.

Soeke Heykes Volontär, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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