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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Spasche auf Weg zum Naturkindergarten

14.09.2019

Wildeshausen Die Gut Spascher Sand Privatschule gGmbH hat bei der Stadt Wildeshausen einen höheren Betriebskostenzuschuss für ihren Kindergarten Eulennest beantragt – und das für zwei weitere Jahre bis 2022. Die Rede ist von 46 520 Euro und damit künftig 238 540 Euro pro Jahr, wie Geschäftsführer Henning Emler von Maydell am Donnerstagabend im Ausschuss für Ordnung, Soziales und Familie erklärte. Erstmals hatte das Unternehmen 2018 einen Betriebskostenzuschuss beantragt, als das Land die Beiträge für Kindergärten (Krippen sind weiter kostenpflichtig) abschaffte.

Den neuerlichen Antrag begründete Emler von Maydell unter anderem mit den Personalkosten der Erzieherinnen, die nun an die Tarife des öffentlichen Dienstes angelehnt seien, aber immer noch fünf Prozent darunter lägen. Aktuell werden 64 Kinder im „Eulennest“ betreut. 34 wohnen in Wildeshausen, von den 30 auswärtigen Kinder kommen 21 aus dem Landkreis Oldenburg. Auf der Warteliste stehen keine Wildeshauser Kinder.

Ein Teil der auswärtigen Kommunen zahlt einen freiwilligen Kostenausgleich. „Als freier Träger gibt es für uns nur zwei Möglichkeiten“, sagte Emler von Maydell: „Entweder arbeiten wir mit der Stadt zusammen oder wir müssen Gebühren nehmen.“ Dann könne sich aber ein Teil der Wildeshauser Eltern die Betreuung im „Eulennest“ nicht mehr leisten. Im Übrigen mache die gGmbH keinen Gewinn mit Schule oder Kindergarten. Im Gegenteil: Die Familie Rixen buttere noch dazu.

Im Zusammenhang mit dem Zuschussantrag sprach der Geschäftsführer davon, dass sich die Spascher Einrichtung im Zuge der laufenden Umstrukturierung mehr zur Stadt Wildeshausen öffnen wolle. So solle die Kita stärker zu einem Naturkindergarten ausgebaut werden, denn die Kita befinde sich quasi im Wald. Dadurch könne auch das Angebot in Wildeshausen erweitert werden.

Im Ausschuss stieß der Vorstoß auf unterschiedliche Meinungen: „In der öffentlichen Wahrnehmung hat die Einrichtung einen elitären Charakter“, sagte Arne Peters (FDP). Im Zuge der Restrukturierung müsse Spasche auch an seinem Image arbeiten.

Sven Debicki (UWG) äußerte sich skeptisch, weil die Hälfte der Kita-Kinder von auswärts käme. Spasche sei eine private Einrichtung und solle daher auch privat finanziert werden.

Gudrun Brockmeyer (CDW) lobte den Ausbau zu einem Naturkindergarten. „Ein Waldkindergarten würde Wildeshausen gut zu Gesicht stehen.“

Günter Lübke (CDU) stellte die Vorteile in den Vordergrund: „Auch 34 Kinder aus Wildeshausen besuchen den Kindergarten in Spasche und profitieren somit von dem Angebot.“ Deshalb befürwortete nicht nur er den Vorschlag der Verwaltung, den Betriebskostenzuschuss zu erhöhen und bis 2022 zu verlängern, sondern auch der übrige Ausschuss. Ein Ratsherr enthielt sich. Nun muss der Verwaltungsausschuss beschließen, ob der Zuschuss gezahlt wird, von dem auch auswärtige Kinder profitieren.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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