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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

„Weil wir gut gebildete Kinder wollen“

25.10.2018

Wildeshausen „Die Welt reformieren heißt, die Erziehung reformieren.“ Mit diesem Grundgedanken des Pädagogen Janusz Korczak ist die Einladung zur Feier des 25-jährigen Bestehens von Integrationsgruppen an Kindertagesstätten im Landkreis Oldenburg überschrieben. „Es ist ein Grund zum Feiern, gilt es doch, auf eine 25-jährige Erfolgsgeschichte zurückzublicken, die noch lange nicht beendet ist“, sagte der Sozialdezernent des Landkreises Oldenburg, Bodo Bode, am Mittwochnachmittag vor etwa 70 Gästen im Kreishaus Wildeshausen. „Integration muss täglich neu entfacht werden.“

Zwei Gruppen seit 1993

1993 wurde die Möglichkeit, integrative Gruppen zur gemeinsamen Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderung einzurichten, gesetzlich verankert. Im selben Jahr eröffneten im evangelischen Kindergarten Regenbogeninsel in Hude und in der evangelischen Kindertagesstätte in Sandkrug die ersten Integrationsgruppen. Ein Jahr später folgte die evangelische Kindertagesstätte Sternschnuppe in Wildeshausen. Mittlerweile gibt es im Landkreis in 25 Kitas Integrationsgruppen – in Kindergärten, Krippen und in einem Hort. 2015 eröffneten die ersten beiden integrativen Erziehungshilfegruppen. Sie werden auch von Kindern besucht, die nicht behindert sind, aber andere Probleme haben.

Integration bedeutet laut Bode, dass alle Kinder zusammen spielen, lernen und leben und voneinander lernen können. Alle Kinder könnten in ihrem Umfeld verbleiben, Isolation und Ausgrenzung könnten verhindert sowie partnerschaftlicher und respektvoller Umgang untereinander gefördert werden.

Die Feier hatte mit einigen Gedanken von Erziehern der Kita Hebbelstraße aus Sandkrug begonnen. Dazu gehörten auch zwei Fragen: Welches Menschenbild brauchen wir für Integration? Integrative Kita oder doch eine Sondereinrichtung für Kinder mit Handicap? Und auch zwei Aussagen: Die Welt ist voller Menschen, die anders sind. Verschiedenheit ist normal.

Die Festansprache hielt der Geschäftsführer des Vereins Lebenshilfe Delmenhorst/Landkreis Oldenburg, Erwin Drefs. Er warf einen Blick auf die auch von ihm mitgestalteten vergangenen 25 Jahre in Sachen integrative Erziehung zurück und schaute zudem nach vorne. Anschließend führten Kinder und Erzieherinnen der integrativen Kindertagesstätte Sternschnuppe aus Wildeshausen das Stück vom „Chromosom 21“ auf. Dabei wurde klar, dass das Leben nicht in vorherbestimmten und festen Bahnen verläuft. Zudem gehörte eine Podiumsdiskussion zur 25-Jahr-Feier.

Qualität nicht vergessen

Drefs ging unter anderem auf die aktuelle Situation der Beitragsfreiheit in Kitas ein. „Alle stürzen sich auf die Beitragsfreiheit. Dabei darf aber die Qualität der Erziehung nicht vergessen werden. Es müsse das Ziel sein, in allen Kitas integrative Rahmenbedingungen zu schaffen. Außerdem seien die Gruppen bei den heutigen Anforderungen zu groß. In einer Krippengruppe sollte die dritte Betreuerin immer eine Fachkraft mit heilpädagogischer Ausbildung sein. Deshalb müsse eine kontinuierliche Fortbildung sichergestellt werden. Drefs’ Credo: „Wir sollen mehr Geld in Kindertagesstätten investieren, weil wir gut gebildeten Kinder wollen.“

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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