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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Kontakt zu Wildeshausen nie abgebrochen

27.01.2018

Wildeshausen Für Sandra Dibowski war es eine Reise in die Vergangenheit: Vor 25 Jahren wurde sie vom Landkreis Barnim (Brandenburg) abgeordnet zum Landkreis Oldenburg, um hier ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten zu machen. Auf Einladung der früheren Kreistagsabgeordneten Linda Vietor besuchte die 42-Jährige kürzlich gemeinsam mit ihrer großen Tochter Lia (17) Wildeshausen. „Toll, wie sich das hier alles verändert hat“, sagt die Brandenburgerin.

An ihren Berufsstart kann sich Dibowski, die vor 25 Jahren noch Worlich hieß, gut erinnern: „Ich war damals 16 Jahre alt.“ Im Vorstellungsgespräch bei der Kreisverwaltung in Eberswalde habe man ihr signalisiert, dass sie bei einer Ausbildung in Wildeshausen später schneller ins Beamtenverhältnis übernommen würde. Doch der Trennungsschmerz war groß: „Ich habe gelitten wie ein Hund“, erzählt Dibowski. Die Wohnung lag außerhalb von Wildeshausen, war kalt und ungemütlich. „Ich wollte schon schmeißen.“ Ihre Mutter wandte sich an die Kreisverwaltung; die wiederum sprach Vietor an.

„Wir hatten zu der Zeit eine kleine Einliegerwohnung frei und so kam Sandra für die drei Jahre zu uns“, erinnert sich Linda Vietor. Der Familienanschluss tat der Brandenburgerin gut. „Ich durfte schon mit 17 Jahren meinen Führerschein in Wildeshausen machen“, sagt Dibowski. „Mit den Kolleginnen und Kollegen in der Kreisverwaltung habe ich mich gut verstanden.“ Viele Ausflüge führten zum Museumsdorf Cloppenburg, an die Küste oder nach Bremen und Oldenburg. Später konnte sie regelmäßig an den Wochenenden in ihre Heimat fahren.

Nach dem Ende der Ausbildung gestaltete sich die Rückkehr zum Landkreis Barnim aber nicht so, wie erhofft. „Ich habe viermal befristete Arbeitsverträge erhalten“, sagt Dibowski. Erst 1996 habe sie einen unbefristeten Vertrag bekommen. Die Verwaltungsexpertin war zunächst im Rechtsamt, später im Ordnungsamt tätig. Seit 2014 arbeitet sie im Grundsicherungsamt ihres Kreises und ist mit Asyl- und Aufenthaltsgenehmigungen befasst. „Damals war ich die erste in dem Amt. Heute sind wir zehn Leute.“ Rund 2500 Geflüchtete musste der Landkreis Barnim auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle unterbringen und versorgen. Die Arbeitswelt sei komplizierter geworden.

Der Kontakt zu den Vietors sei nie abgebrochen, auch wenn Dibowski ihr Glück in der alten Heimat gefunden hat. Im Februar vergangenen Jahres wurde ihre zweite Tochter, Anni, geboren. Tochter Lia macht in diesem Jahr Abitur. Ein weiterer Besuch in Wildeshausen sei nicht ausgeschlossen – vielleicht zum Gildefest. „Das Feuerwerk ist einfach fantastisch“, schwärmt Dibowski.

Stefan Idel
Redaktionsleitung
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2701

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