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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Privatschule setzt den elften Jahrgang aus

14.08.2018

Wildeshausen Personalnot an der Privatschule Gut Spascher Sand: Sieben Lehrer der Integrierten Gesamtschule (IGS) haben aus unterschiedlichen Gründen gekündigt. Der neue Geschäftsführer Henning Emler von Maydell sprach von einer „Krise“. Um das System „im Sinne aller Schülerinnen und Schüler zu stabilisieren“, entschied die Schulleitung, für ein Jahr die Klasse 11 auszusetzen. Emler von Maydell sprach von einer „pädagogisch sehr schwierigen Entscheidung“.

Neun Anmeldungen

Insgesamt lagen nach Angaben der Schulleitung neun Anmeldungen für den elften Jahrgang vor. Drei der Kinder seien in Spasche geblieben, würden nun aber „ein besonderes Angebot“ erhalten, um sich auf die Oberstufe vorzubereiten. Die sechs übrigen Jugendlichen seien auf andere Schulen in der Region gewechselt. Aktuell besuchen die IGS 157 Schülerinnen und Schüler, davon 13 im zwölften Jahrgang und 19 im 13. Jahrgang. „Unser Hauptaugenmerk liegt nun darin, diese beiden Jahrgänge erfolgreich zum Abitur zu führen.“

Emler von Maydell hat zum 1. August als Geschäftsführer die Nachfolge von Renate Rixen angetreten. Die beiden Schulgründer, Renate und Wolfgang Rixen, bleiben aber weiterhin Träger des Projektes. Der 36-jährige Emler von Maydell ist seit sieben Jahren an der Schule tätig und unterrichtet Politik/Wirtschaft, Sport und Deutsch. Sein Referendariat hat er erst vor einigen Wochen abgeschlossen. In der Geschäftsführung steht ihm Anke Götze zur Seite.

Der Geschäftsführer räumt ein, dass es einen Vertrauensverlust in der Elternschaft gibt. Seit 2013 wechselte die Schulleitung mehrfach. Auch die letzte Schulleiterin Melanie Englert gehört zu der Gruppe der Pädagogen, die die Schule verlassen hat. Gleiches gilt für die Oberstufenkoordinatorin Carina Käuler, die es ins heimatliche Nordrhein-Westfalen zog. Die Oberstufe werde nun von einem Lehrerteam koordiniert.

Vier Stellen besetzt

Vier der sieben vakanten Stellen seien inzwischen wieder besetzt, betont Emler von Maydell. Durch das Aussetzen des elften Jahrgangs sei die Unterrichtsversorgung „zu 100 Prozent“ gewährleistet. Um Vertrauen bei den Eltern zurückzugewinnen, hat die Geschäftsführung mit Klaus Kapell einen kommissarischen Schulleiter engagiert. Kapell, bis zu seiner Pensionierung vor sechs Jahren Dezernent der Landesschulbehörde, springt zum wiederholten Male in die Bresche. Er begleitet die Privatschule seit vielen Jahren und war bereits Koordinator auf Gut Spasche.

Emler von Maydell räumte im NWZ-Gespräch ein, dass in diesem Jahr sieben von 20 Schülerinnen und Schülern zunächst das Abitur nicht bestanden hatten und in die Nachprüfungen mussten. Dafür habe es unterschiedliche Gründe gegeben. Die Geschäftsführung wies darauf hin, dass die Privatschule im Abi-Notenvergleich durchaus mithalten könne.

Die Schule wolle die Krise nun „produktiv nutzen“, erklärte Emler von Maydell. „Wir sind sehr gut aufgestellt, haben wunderbare Pädagogen und sehr gute Konzepte“, so der Geschäftsführer. „Diese positiven Punkte sollten wir wieder in den Mittelpunkt unserer Arbeit rücken.“ Gerüchten, dass die Gymnasiale Oberstufe auf der Kippe stehe, widersprach er vehement.

Bei der Suche nach einem neuen Schulleiter für die IGS wolle man sich auf Gut Spascher Sand Zeit lassen.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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