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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Wildeshauserin Laura Abel hilft Frauen in Madagaskar

14.01.2019

Wildeshausen Anderen zu helfen ist für Laura Abel selbstverständlich. Die Tochter des Wildeshauser Arztes Dr. Michael Abel musste deshalb nach dem Abi nicht lange überlegen, in welche Richtung es beruflich gehen sollte, und machte ein Freiwilliges Soziales Jahr am Wildeshauser Krankenhaus. Da es anschließend mit dem Medizinstudienplatz nicht klappte und sie auf der Warteliste landete, begann die engagierte junge Frau eine dreijährige Ausbildung zur staatlich examinierten Hebamme am Klinikum in Oldenburg.

„Das Interesse am Thema Schwangerschaft und Geburt entwickelte sich nicht zuletzt durch die Geburten meiner beiden kleinen Schwestern, die inzwischen 13 und neun Jahre alt sind“, berichtet die 25-Jährige. Mehrere hundert Babys habe sie inzwischen selbst mit auf die Welt gebracht. „Es ist wunderschön, in Situationen dabei zu sein, wo sich für die Betroffenen etwas Grundlegendes ändert“, berichtet sie.

Doch der Wildeshauserin war auch immer klar, dass nicht alle Frauen auf der Welt ihre Kinder so komfortabel zur Welt bringen wie in Deutschland. Also ging es 2016 mit dem Abschluss in der Tasche erst einmal für drei Monate nach Namibia. „Dort habe ich an einem staatlichen Krankenhaus bei der Behandlung von Frauen aus den Townships geholfen, hatte aber wenig Eigenverantwortung“, blickt sie auf diese abwechslungsreiche Zeit zurück.

Wieder in Deutschland arbeitete Abel zwei Jahre als Hebamme in Bremen – und erneut wuchs der Wunsch, den Ärmsten der Armen zu helfen. Bei ihren entsprechenden Recherchen stieß Abel auf die Organisation „Mobile Hilfe Madagaskar“, die die deutsche Hebamme und Rettungssanitäterin Tanja Hock in den vergangenen Jahren in Madagaskar aufgebaut hat.

Der riesige Inselstaat, der vor der afrikanischen Südostküste liegt, ist das viertärmste Land der Welt. Bis zum nächsten Krankenhaus muss man oft weit fahren. „Viele Frauen sterben bei der Geburt, weil es keine medizinische Versorgung gibt“, sagt Abel. An diesem Punkt setze die Arbeit von Tanja Hock an.

„Mein Angebot, dort ehrenamtlich zu helfen, wurde schnell und unkompliziert angenommen, so dass ich am 22. Januar bereits meinen dreimonatigen Dienst im neu gebauten Krankenhaus in Ambovo antreten kann“, freut sich Abel, die für Kost und Logis selbst aufkommen muss. Bis zum 13. Mai wird die Wildeshauserin einheimische Hebammen anleiten. Danach ist noch eine Rundreise geplant. Die Verständigung erfolgt generell auf Englisch, aber zur Not kann die Wildeshauserin bei ihrem Aufenthalt in der ehemaligen französischen Kolonie auch auf ihr Schulfranzösisch zurückgreifen.

„Ich bin schon sehr gespannt und möchte gerne auch in meiner Heimatstadt ein Bewusstsein für das Leben und die Entwicklungshilfe in Madagaskar schaffen“, kündigt Abel an. Deshalb wird sie nach ihrer Rückkehr in der NWZ über ihre Erfahrungen in Ambovo berichten.

Uta-Maria Kramer Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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