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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Kreisverwaltung für Rückgabe

10.10.2018

Wildeshausen Wenn es nach der Kreisverwaltung geht, überträgt der Landkreis Oldenburg zum Schuljahresbeginn 2021 die Liegenschaft Hunteschule zurück an die Stadt Wildeshausen. Die Entscheidung fällt der Kreistag. Zunächst wird am Dienstag, 16. Oktober, um 17 Uhr im Kreishaus Wildeshausen der Schul- und Kulturausschuss darüber diskutieren.

Als Gegenleistung würde die Stadt Wildeshausen dem Landkreis Oldenburg für die kreiseigene Förderschule Lernen Räume am Standort der heutigen Sankt-Peter-Grundschule zur Verfügung stellen. Dafür will die Stadt dort auch noch anbauen.

Die Stadt Wildeshausen hatte zur Beseitigung der Raumnot an ihren Grundschulen dem Landkreis die Rückübertragung der Hunteschule vorgeschlagen. Sollte der Vertrag zustandekommen, würde die Grundschule Sankt Peter in die Liegenschaft Hunteschule umziehen. Der Tausch ist umstritten – nicht nur im Stadtrat: Die Hunteschule (Förderschule Lernen) würde am liebsten an der Heemstraße bleiben und die katholische Sankt-Peter-Grundschule an der Sankt-Peter-Straße.

Rückkauf: 628 000 Euro

Entsprechend des Kaufvertrags aus dem Jahr 2003 beträgt der Rückübertragungspreis für die Liegenschaft Hunteschule 500 000 Euro. Außerdem muss die Stadt die zwischenzeitlich vorgenommenen Investitionen von 128 000 Euro erstatten. Macht zusammen 628 000 Euro. Eine weitere Bedingung: Die Liegenschaft Hunteschule darf nur für allgemeinbildende Schulzwecke genutzt werden.

Die Kosten für den geplanten Anbau am Standort Sankt Peter beziffert die Stadt auf 810 000 Euro. Ein An- und Umbau der Liegenschaft Huntestraße würde mit 1,2 Millionen Euro zu Buche schlagen. Auf die Stadt kämen somit insgesamt Kosten von gut 2,6 Millionen Euro zu.

Zum Vergleich ein Neubau: Im Februar waren im städtischen Schulausschuss die Kosten für eine neue zweizügige Grundschule mit Sporthalle, Hort und Ganztagsbetrieb mit neun Millionen Euro angegeben worden. Darin enthalten waren noch nicht die Kosten für ein Grundstück und die Erschließung.

Die Liegenschaft der Sankt-Peter-Schule inklusive des Anbaus wird im Falle eines Tauschs weiter im Eigentum der Stadt bleiben. Der Landkreis zahlt pro Förderschüler und Jahr eine Betriebskostenpauschale. 2027, wenn die Förderschule Lernen nach jetzigen Stand auslaufen wird, könnte die Stadt sämtliche Räumlichkeiten übernehmen und für die benachbarte Holbeinschule nutzen.

Kein Förderschulstandort

Im Beschlussvorschlag der Kreisverwaltung gibt es unter Punkt vier einen weiteren Passus: „Mit der Übertragung entfällt die Sicherung eines Förderschulstandortes Wildeshausen.“ Das bedeutet, dass 2027, wenn die letzten Schüler die Förderschule verlassen, auch das Thema „Wildeshausen als Förderschulstandort“ Geschichte ist. Im städtischen Schulausschuss war kürzlich gefordert worden, dass die Kreisstadt dauerhaft den Anspruch haben müsse, Förderschulstandort zu bleiben.

Christoph Koopmeiners
Wildeshausen/Dötlingen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2705

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