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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Botschafter der Region gesucht

15.02.2020

Wildeshausen /Huntlosen Wie sehr das Thema „Gästeführen mit Stern“ allen am Herzen liegt, zeigte schon die Resonanz. Gleich fünf der acht Kommunen im Landkreis Oldenburg sind einem Aufruf von Karin Pieper gefolgt und waren durch ihre Tourismusexperten beim Gespräch im Grünen Zentrum in Huntlosen vertreten. Der Bedarf an neuen Gästeführerinnen und Gästeführern, die den Besuchern ihre Heimat auf die unterschiedlichste Art und Weise vorstellen, ist groß. Daher plant die Ländliche Erwachsenenbildung (LEB) um Regionalleiterin Pieper im Frühjahr eine neue Qualifizierung „Gästeführen mit Stern“ zu starten Dazu der Kommentar von allen: Interessierte Bürgerinnen und Bürger jeden Alters sind willkommen, an dieser Schulung teilzunehmen und den Abschluss zu machen. Denn ein Problem brennt allen unter den Nägeln: Es fehlt der Nachwuchs.

Über neue Qualifizierung informieren

Eine Infoveranstaltung zur Qualifizierung „Gästeführen mit Stern“ der Ländlichen Erwachsenenbildung wird am Donnerstag, 19. März, 18 Uhr, im Grünen Zentrum in Huntlosen angeboten. In 131 Unterrichtsstunden (vom 21. April bis 29. Oktober; einmal wöchentlich abends, plus je zwei Freitage und Samstage) erklärt ein Dozententeam sämtliche Grundlagen einer Gästeführung, unterrichtet in Rhetorik und Programmgestaltung, gibt Fachwissen zur Ortskunde und Historie und erarbeitet mit den Teilnehmern eine themenbezogene Führung für den abschließenden Praxistag. Am Ende steht bei erfolgreichen Teilnehmern die Zertifizierung „Gästeführen mit Stern“. Nähere Infos zu der Qualifizierung gibt es bei Karin Pieper, Telefon 04487/75 07 99 22, sowie bei allen örtlichen Tourismusbüros. Alle stehen auch zur unverbindlichen Beratung bereit.

Zehn Kurse hat die LEB seit 1992 organisiert, alle von Karin Pieper begleitet. Dabei wurden die ersten drei Kurse als „Frauenmodellkurse“ mit 36 Frauen durchgeführt. Pieper: „Viele der Frauen sind noch heute als Gästeführerinnen tätig.“ Die Unterrichtsstunden lagen immer bei 130 bis 140.

Was machen
die Gästeführer
?

Sie sind die Botschafter zwischen der Region und den Besuchern. Sie vermitteln Geschichte, Traditionen und modernes Leben. Dabei ist die Spannbreite der Themen und der Möglichkeiten, eigene Schwerpunkte zu setzen, sehr groß. Die Gästeführungen sind innerhalb des Tourismus’ in der Wildeshauser Geest nicht wegzudenken.

Wie viele Gästeführer gibt es aktuell?

Derzeit noch genug, um die Anfragen abdecken zu können, aber die Überalterung ist nicht zu übersehen. Die in Huntlosen vertretenen Kommunen im Überblick:
 Großenkneten: „Werden Sie Teil des Gästeführerteams von Großenkneten“: Unter diesem Motto hat die Gemeinde gar einen Flyer erstellen lassen. Tourismussacharbeiter Arne Kunz erzählte, dass der jüngste Gästeführer derzeit Mitte 60 sei, alle sieben weiteren älter. Die Ahlhorner Fischteiche sind ein Schwerpunkt.
 Hatten: Von den zwölf Gästeführern, angegliedert bei der Gemeinde, seien derzeit noch rund die Hälfte aktiv, berichtet Marina Franz von der Gemeinde: „Uns fehlt der Nachwuchs“. Drei Personen sind seit der ersten Stunde dabei. Das Hatter Diplom ist einer der Renner.
 Hude: Kerstin Sonka von der Touristik-Palette erzählte, dass die Gästeführer Mitglied im Verein seien. Insgesamt gebe es einen Pool von 16 bis 18, von denen um die zehn aktiv seien. Die Altersspanne liegt bei 40 bis 75. Neben den öffentlichen Führungen (so im Klosterbezirk) sei die Begleitung von Gruppen bei Familienfesten und Firmenfeiern ein großer Bereich. „Wir haben noch nie absagen müssen“, so Sonka über die stets geglückte Besetzung mit Gästeführern.
 Wardenburg: Den Tourismus betreut der Verein „umtref“ in Wardenburg. Vorsitzender Karl-Heinz Kleimann zählt sechs aktive Gästeführer, die Mitglied im Verein sind. Sie sind zwischen 35 und 70 Jahre alt. Dabei könne jeder ein eigenes Thema wählen, von den Ateliers über die Hunte bis zum Moor.
 Wildeshausen: Rund 200 Gruppen in 2019 mit rund 3000 Gästen – der Verkehrsverein hat für die 13 Gästeführer reichlich zu tun. Laut Büroleiterin Claudia Olberding sind sie zwischen 35 bis 80 Jahre alt, wobei der Schwerpunkt bei 70-plus liegt. „Nachwuchs brauchen wir auf jeden Fall“, so Olberding. Die historische Stadt, Großsteingräber, Erlebnisführungen, Druckereibesichtigung: Die Vielfalt ist groß, neue Ideen sind stets willkommen. Auch plattdeutsche, englische und französische Führungen werden angeboten.

Welche Voraussetzungen sind gefragt?

Die Lust, die eigene Heimat anderen Menschen näherzubringen, eigene Ideen anzupacken und mit anderen in den Dialog zu treten: Sie dürfte entscheidend sein. Geeignet ist die Aufgabe für alle Altersgruppen, sei es in der Familienphase, sei es als Hobby neben der Arbeit, sei es als neue Aufgabe im Ruhestand. Eine Zielgruppe könnten auch Lehrer und Pädagogen sein, die in den Ruhestand gehen, merkte Karl-Heinz Kleimann an.

Wie sieht es mit
dem Geld aus
?

Die Teilnahme an der abwechslungsreichen Qualifizierung der Ländlichen Erwachsenenbildung kostet 490 Euro. Die Kosten werden – je nach Gemeinde – ganz oder teilweise erstattet. Für die einzelnen Führungen gibt es Aufwandsentschädigungen (im überschaubaren Rahmen). Der Ausweis „Gästeführen mit Stern“ ermöglicht Vergünstigungen bei verschiedenen Einrichtungen.  

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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