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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Inklusion: Neu in einer großen Familie

12.12.2019

Wildeshausen Miteinander, nicht gegeneinander – so das Motto. „Wir wollen andere überzeugen, dass wir etwas können“, sagt Silvia Huntemann. „Endlich haben wir eine Gruppe gefunden, mit der wir uns austauschen und vielleicht etwas ändern können“, meint Sabrina Blesgen, die mit ihrem Mann Ralf gekommen ist. Eine neue Inklusionsgruppe hat sich im Wildeshauser Mehrgenerationenhaus (MGH) zusammengefunden. Ihr Name: „Schnittstelle 19/20“.

Der Name ist schnell erklärt: Er bezieht sich auf die Gründung zur Jahreswende 2019/2020. Ende November trafen sich erstmals acht Personen mit und ohne Beeinträchtigungen im Mehrgenerationenhaus. Die Gruppe fand sich über den Chor „Töne so anders“ aus Harpstedt, wie Annette Grummt berichtet. Dort singen seit August 2017 Menschen jeden Alters jeglicher Beeinträchtigung, die Freude an Gemeinschaft, Gesang und Rhythmik in sich verspüren.

Gerade in den vergangenen zwei Jahren hätten die Aktiven gespürt, dass sie gebraucht werden und dazugehören, sagt Anke Hauenschild, die sich nicht nur in dem Chor und in der neuen Selbsthilfegruppe einbringt, sondern auch im kürzlich gegründeten „Stadtforum Wildeshausen“ aktiv ist. Die 58-jährige kaufmännische Angestellte hat aber auch festgestellt: „Wir müssen 200 Prozent geben, um anerkannt zu werden.“

Die neue Gruppe „Schnittstelle 19/20“, die sich jeden dritten Freitag im Monat um 19 Uhr im MGH trifft, wolle nicht auf dem Status quo stehen bleiben, wie es Annette Grummt formuliert. Aktivitäten wie Theaterbesuche, Bowling oder Reisen seien geplant. Eine kleine Weihnachtsfeier mit Racletteessen ist am Freitag, 20. Dezember, um 19 Uhr im Mehrgenerationenhaus geplant. Offen wollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über Sorgen und Nöte sprechen oder kreativ neue Ideen einbringen. „Wir ergänzen uns gegenseitig“, meint Bettina Tiersch-Böcker. Jeder könne sich einbringen.

Vor allem möchte die Gruppe, dass sich gesellschaftlich etwas ändert. Nach wie vor seien viele Geschäfte der Innenstadt nicht barrierefrei, klagt etwa Hauenschild. Es gäbe kaum ein Restaurant, das problemlos besucht werden könne. „Wir wollen, dass man uns integriert und nicht so komisch anschaut“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Gruppe.

Herzlich begrüßt als „neuer Teil der MGH-Familie“ wurden die Gruppenmitglieder von Sandra Scholz, der Leiterin des Mehrgenerationenhauses. „Wir arbeiten eng zusammen“, sagte sie. Zudem werde das MGH-Team die Selbsthilfegruppe vielfach unterstützen, etwa bei der Beantragung von Fördermitteln. Auch einen gemeinsamen Chor, etwa mit den „MGH-Spatzen“, kann sich Scholz vorstellen.   Wer in der Gruppe mitmachen möchte, sollte sich vorher anmelden, Ansprechpartnerin ist Silvia Huntemann, Telefon   04431/1871. Auch eine Anmeldung im MGH, Telefon   04431/71778, ist möglich.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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