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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Entscheidung über die Hunteschule erst 2018

22.11.2017

Wildeshausen /Landkreis Der Landkreis Oldenburg wird in diesem Jahr nicht mehr über eine Rückübertragung der Hunteschule, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt „Lernen“, an die Stadt Wildeshausen entscheiden. Anfang 2018 werde die Kreisverwaltung das Thema in den Schul- und Kulturausschuss einbringen, kündigte Landrat Carsten Harings im Gespräch mit der NWZ an.

Zum Hintergrund: Aufgrund der großen Raumprobleme an den Wildeshauser Grundschulen gibt es Überlegungen, das Gebäude an der Heemstraße an die Kreisstadt zurückzugeben. Laut Schulgesetz läuft der Bereich „Lernen“ an den Förderschulen Stück für Stück aus. Die Kreispolitik hatte sich (wie berichtet) darauf verständigt, die Landtagswahl abzuwarten.

Nun liegt in Hannover der Koalitionsvertrag von SPD und CDU vor. „Grundsätzlich soll es beim Weg der inklusiven Beschulung bleiben“, so Harings, der das Werk am Dienstag mit seinen Führungskräften diskutiert hat. Um den Elternwillen zu stärken, werde den kommunalen Schulträgern die Möglichkeit eingeräumt, bis zum Jahr 2022 in Klasse 5 einzuschulen. „Das bedeutet: Die Übergangsphase wird um fünf Jahre verlängert“, erklärte der Landrat.

Das Problem: Wenn der Landkreis von der neuen Möglichkeit Gebrauch machen will, müsste er einen entsprechenden Antrag an die Landesschulbehörde stellen und zugleich eine konzeptionelle Planung vorlegen. Harings ahnt: „Da würde viel Arbeit auf uns zukommen.“ Wie aus Kreisen der Kreisverwaltung zu hören war, würde sich im Fall einer „Verlängerung“ auch die Frage nach baulichen Investitionen in die Hunteschule stellen.

Die Verwaltung wolle daher „zeitnah“ das Thema mit der Kreispolitik beraten, kündigte Harings an. Aktuell werden an der Hunteschule nach Angaben der Schulleitung rund 60 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Die Lehrkräfte könnten „zu Recht stolz“ auf ihre Arbeit sein, spiegelte Harings auch die Meinung der Eltern wider.

Die Politik hatte die Kreisverwaltung beauftragt, die Entwicklung der Förderschwerpunkte emotionale/soziale Entwicklung sowie die Standorte mit dem Schwerpunkt „Lernen“ in Wildeshausen und in Oberlethe (Gemeinde Wardenburg) zu prüfen. Parallel sollten Gespräche mit der Stadt Wildeshausen im Hinblick auf eine mögliche Rückübertragung der Hunteschule geführt werden. Konkrete Ergebnisse gab es damals nicht. Sollte der Kreis die Liegenschaft nicht mehr als Schule nutzen, ist er verpflichtet, diese an Wildeshausen zurückzugeben. Die Stadt habe ein Interesse daran, dass sich der Kreis „zeitnah“ positioniert, sagte der Landrat.