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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Kreis soll Tablet-PC für Schüler bezahlen

04.06.2019

Wildeshausen /Landkreis Für die Elternvertreter ist die Sache klar: „Wir erwarten ein ausgereiftes Medienkonzept für die Schulen und die Einbeziehung der Elternräte“, sagt Ralf Menke, Vorsitzender des Stadtelternrats in Wildeshausen. Ähnlich sieht es Carsten Kahnert, Vorsitzender des Kreiselternrats im Landkreis Oldenburg. Es sei „völlig widersprüchlich“, was gerade im Zusammenhang mit dem sogenannten Digitalpakt an den Schulen passiere. Daher forderte der Kreiselternrat, dass der Landkreis die Kosten für die mobilen Endgeräte der Schülerinnen und Schüler übernimmt.

Zum Hintergrund: Bund und Länder haben sich auf den „Digital-Pakt Schulen“ geeinigt. Für den Aufbau digitaler Infrastrukturen werden rund fünf Milliarden Euro investiert. „Aber es gibt noch keine Förderrichtlinie für Niedersachsen“, erläutert Kahnert. Erst dann könne der Schulträger einen Antrag stellen. Ein weiteres Problem: Die Schülerinnen und Schüler sollen ihre eigenen Tablet-PC mitbringen. Weil auf die Geräte aber eine besondere Software für das geschützte Schulbetriebssystem aufgespielt werden soll, würden sich nur fabrikneue I-Pads eignen. Viele Eltern könnten sich das nicht leisten. Kahnert und Menke fürchten, dass letztlich Schulfördervereine oder ähnliche Institutionen in die Bresche springen müssen. Um für Bildungsgerechtigkeit zu sorgen, solle daher der Kreis die Tablet-PC ab Sekundarstufe I (Klasse 5) anschaffen.

Dagegen spricht sich der Kreiselternrat gegen die Einführung mobiler Endgeräte an Grundschulen aus. Hier sollten zunächst die Grundlagen gelegt werden. Es spräche aber nichts gegen interaktive Tafeln („Whiteboards“).

Eine weitere Stärkung des Kreises als Bildungsstandort erhofft sich der Kreiselternrat zudem durch die Übernahme der Fahrtkosten bis zum Ende der gesetzlich vorgegebenen Schulzeit. Heute zahlt der Landkreis nur die Fahrtkosten bis zum Ende der Sekundarstufe I, also bis Klasse 10. Keine Unterstützung gebe es für Berufsschüler oder Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe. Das sei nicht richtig, meint Kahnert, der einen entsprechenden Antrag für die nächste Sitzung des Kreisschulausschusses ankündigt. Andere Landkreise, etwa Cloppenburg, würden die Fahrtkosten auch für die Oberstufe übernehmen. „Wir wollen doch gut ausgebildete Schüler“, sagt Kahnert. Dann müsse die freie Fahrt zur Schule möglich sein.

Genau hinsehen wollen die Elternräte übrigens auch bei der Unterrichtsversorgung. Vor allem in den sogenannten MINT-Fächern, darunter Mathematik und Naturwissenschaften, fehlen Fachkräfte.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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