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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

„Schiebt unsere Kinder nicht ab!“

29.12.2017

Wildeshausen /Landkreis Eltern und Schüler kämpfen für den Erhalt der Hunteschule in Wildeshausen. „Wir wollen nicht, dass unsere Kinder abgeschoben werden“, erklärten die Elternvertreterin Claudia Osenberg und Anke Repke-Wingenbach am Donnerstag auf dem Marktplatz. Im Rahmen des Wildeshauser Wochenmarktes sammelten sie Unterschriften für eine Online-Petition. Mittlerweile gebe es schon 415 Unterstützer, davon 271 aus dem Landkreis.

Die Hunteschule, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen, ist in Trägerschaft des Landkreises. Aufgrund der dramatischen Raumnot an den Wildeshauser Schulen wird über die Rückübertragung der Liegenschaft an die Stadt diskutiert. Das niedersächsische Schulgesetz sieht vor, dass die Förderschule Lernen „ausläuft“ und die Kinder inklusiv in den Regelschulen unterrichtet werden. Die SPD/CDU-Landesregierung hat eine Verlängerung der Übergangszeit vereinbart. Dann würden spätestens 2028 die letzten Kinder die Hunteschule verlassen.

„Die Regelschule kommt für uns nicht infrage“, betonte Osenberg, Mutter eines elfjährigen Sohnes. „Viele Kinder mit Förderbedarf im Schwerpunkt Lernen brauchen kleine Klassenverbände mit wenig Schülern, damit die Lehrkräfte genug Zeit und Möglichkeiten haben, sich um jeden Schüler individuell zu kümmern.“ Das sei bei einer Regelschule nicht möglich. Osenberg: „Es ist nicht genügend Raum und Personal vorhanden, um dem gerecht zu werden.“ Wenn es streng nach Lehrplan gehe, blieben gerade die Schüler mit Förderbedarf auf der Strecke. „Die Förderschulen sind für mich unersetzlich.“ Die Leistungen ihres Sohnes Daniel hätten sich stark verbessert, seit er die Hunteschule besuche.

Ähnliche Erfahrungen hat Repke-Wingenbach mit ihrer Tochter Senta (13) gemacht, die mit dem Besuch der Hunteschule an der Heemstraße regelrecht aufgeblüht sei. Mit einem Schulwechsel würden viele Ängste und Unsicherheiten erneut aufbrechen. Die Kinder müssten wieder von vorne anfangen. Zudem würde der Schultag viel länger, wenn die Kinder nach Ganderkesee oder Wardenburg-Oberlethe fahren müssten.

Auch Fesic Nedzad unterschrieb am Donnerstag bei den Eltern. An der Online-Petition (Adresse: openpetition.de/!hunteschule) könne sich jeder beteiligen, betonte Osenberg. Die Elterninitiative habe zudem Bürgermeister Jens Kuraschinski, Landrat Carsten Harings und alle Mitglieder des Kreis-Schulausschusses angeschrieben. Am 6. Februar will der Schul- und Kulturausschuss des Landkreises eine Vorentscheidung über die Hunteschule treffen. Die Eltern bitten darum, die von der Landesregierung in Aussicht gestellte vierjährige Verlängerung in Anspruch zu nehmen.

Stefan Idel
Redaktionsleitung
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2701

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