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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Verlängerung für Förderschule

14.03.2018

Wildeshausen /Landkreis Deutliches Signal an die Landespolitik in Hannover: Einstimmig hat sich der Kreistag des Landkreises Oldenburg am Dienstagabend dafür ausgesprochen, die Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen an den Standorten Wardenburg-Oberlethe, Wildeshausen und Ganderkesee weiterzuführen. Die vom Landesgesetzgeber vorgesehene Option soll genutzt werden; ein entsprechender Antrag an die Landesschulbehörde ist bereits auf dem Weg.

Sollte der Antrag genehmigt werden, hätte die Förderschule Lernen mindestens bis 2028 Bestand. Schon im Sommer könnte wieder eine 5. Klasse eingeschult werden.

„Politik hat kapituliert“

Damit bleibe das Wahlrecht für die Eltern erhalten, betonte CDU-Fraktionschef Dirk Vorlauf. Ähnlich sah es Niels-Christian Heins (FDP): „Die Politik hat vor der Wirklichkeit kapituliert.“ Denn die inklusive Beschulung sei nicht richtig vorbereitet worden. Die Verlängerung liege im Interesse von Eltern, Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften, die sich stark für die Schulform engagiert hätten. Sie hätten Grund, sich über den Beschluss zu freuen.

Die SPD stimme der Verlängerung zu, weil die Rahmenbedingungen für eine inklusive Beschulung an den allgemeinbildenden Schulen noch nicht ausreichend seien, so Bernd Bischof. „Die Inklusion ist der richtige Weg“, sagte Kreszentia Flauger (Linke). Zwei Landesregierungen hätten es versäumt, für gute Rahmenbedingungen zu sorgen. Flauger sagte, es handele sich um eine „Übergangslösung“. Franz Duin (SPD) ergänzte: „Es ist nur ein Aufschub; mehr nicht!“ Er wies auf eine frühere Resolution des Kreistages hin, die Förderschule Lernen komplett zu erhalten.

Hilko Finke (Grüne) zeigte sich besorgt, dass das Wort „Inklusion“ ein Schimpfwort werde. „Es geht um Teilhabe. Darüber müssen wir nachdenken“. Man müsse die vierjährige Verlängerung nutzen. Götz Rohde warb im Namen der Grünen-Fraktion für ein Kooperationsmodell. Es sieht vor, die Regelschule mit der Förderschule oder Teilen der Förderschule zusammenzulegen. Das Gemeinschaftsgefühl würde gestärkt; in bestimmten Fächern könnte gemeinsamer Unterricht stattfinden. Dieses Modell stand aber nicht zur Abstimmung.

Lob für Inklusionsarbeit

Vor allem in Wildeshausen kämpfen Eltern und Schüler für den Erhalt der Hunteschule, eine Förderschule Lernen. Mehr als 2000 Bürger haben eine Online-Petition unterzeichnet. Diskutiert wird in der Stadt, dass Hunteschule und Grundschule St. Peter die Liegenschaften tauschen. Dagegen wehrt sich auch die Grundschule. Im Kreistag sprach sich Wolfgang Däubler (UWG) ausdrücklich für den Erhalt des Standortes Wildeshausen aus. An der Förderschule werde „allerbeste Inklusionsarbeit“ geleitet.

Stefan Idel
Redaktionsleitung
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2701

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