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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Soll Kreis die Oberschulen übernehmen?

04.07.2019

Wildeshausen /Landkreis Zum Ende des Schuljahres hat die SPD im Kreistag eine Schuldebatte angestoßen. „Wir sollten darüber nachdenken, ob die Oberschulen bei den Gemeinden richtig aufhoben sind“, sagte Franz Duin (SPD). Anlass war der Zuschuss des Landkreises Oldenburg für die Gemeinde Hatten zur Erweiterung der Waldschule in Sandkrug. Der Kreistag bewilligte dafür am Dienstagabend einstimmig 1,9 Millionen Euro.

„1,9 Millionen sind kein Pappenstiel“, meinte Duin. „Doch Schulpolitik geht uns alle an. Jede Schule im Kreisgebiet muss den Landkreis interessieren.“ Der Wildeshauser sprach davon, dass der Zuschuss von allen Gemeinden über die Kreisumlage mitfinanziert werde. Hatten werde jedoch kein Einzelfall bleiben, wenn eine Gemeinde nicht in der Lage sei, notwendige bauliche Dinge zu finanzieren. „Deshalb sollten wir mit allen Gemeinden über eine andere Schulstruktur sprechen“, so Duin. Möglicherweise könnten auch Synergieeffekte genutzt werden, wenn alle Sek-I-Schulen in einer Hand lägen.

Schüler haben Anspruch

Die Situation in Hatten ist wie folgt: Schüler der Gemeinde Wardenburg, die weder die dortige IGS noch ein Gymnasium besuchen wollen, haben einen Rechtsanspruch auf den Besuch der nächstgelegenen Oberschule in Sandkrug. Deshalb hat sich der Landkreis bereit erklärt, die Erweiterung der Waldschule zu unterstützen. Die Oberschule platzt inzwischen aus allen Nähten. Nach Angaben von Dirk Vorlauf (CDU) besucht mehr als die Hälfte aller Sek-I-Schüler aus Wardenburg die Waldschule in Sandkrug. „Das hätten wir 2011 nicht gedacht“, sagte der Fraktionsvorsitzende. Mittel- bis langfristig sollte dieser Anteil zurückgefahren werden, auch im Sinne der Schülerbeförderung. Vorlauf hofft, dass der Zuschuss für Hatten ein Einzelfall bleibt, ansonsten müsse über die Rückkehr zur Kreisschulbaukasse nachgedacht werden.

Nach Ansicht von Hilko Finke (Grüne) sollte sich auch die Gemeinde Wardenburg an den Kosten zur Erweiterung der Waldschule beteiligen. Katja Radvan (Linke) aus Kirchhatten freute sich, dass der Landkreis die Notwendigkeit erkannt habe, den Ausbau zu unterstützen.

Im Übrigen stehen in der Gesamtschule in Wardenburg keine Räume leer, wie Landrat Carsten Harings im Vorfeld der Kreistagssitzung erklärt hatte. Durch Rückläufe von Schülern aus den Gymnasien im Laufe des Schuljahrs sei die IGS weiterhin vierzügig. Allerdings seien es inzwischen nicht nur Wardenburger, die die Waldschule in Sandkrug ansteuerten. Auch Kinder aus der Gemeinde Dötlingen würden sich vermehrt bei der Oberschule anmelden. Harings: „Sie werden aufgenommen, müssen es aber nicht.“

Land verantwortlich

Niels-Christian Heins (FDP) machte das Land für die Situation im Landkreis Oldenburg verantwortlich. „Der Landkreis muss die Fehler aus Hannover ausbügeln.“ Der Zuschuss für Hatten sei eine zwingende Folge. Auch Axel Brammer (SPD) vertrat die Meinung, dass 2010/2011 in Hannover die Weichen in Sachen Gesamtschule falsch gestellt worden seien.

Den starken Zulauf an die Waldschule in Sandkrug führte Heins nicht nur auf die Ablehnung der IGS in Wardenburg zurück, sondern auch auf die Attraktivität der Oberschule. Und weil die Schule gut nachgefragt werde, so AfD-Abgeordneter Patrick Scheelje, sei der Landkreis in der Pflicht, sie zu unterstützen. Das Bildungsangebot Oberschule wirke sich auch auf die Ausbildungsnachfrage der Betriebe aus.

Nach Darstellung von Wolfgang Däubler (UWG) aus Wildeshausen müsse es immer um die Schüler gehen. „Es gibt Gemeinden, die keine Sek-I-Schule vorhalten, andere wie die Kreisstadt hingegen zwei.“ Deshalb begrüßte er
Duins’ Antrag, über die Trägerschaft der Schulen zu sprechen.

Heins erinnerte daran, warum die Kommunen die Trägerschaft der Oberschulen übernommen haben. Es gehe um eine enge Verzahnung der Schule mit der jeweiligen Gemeinde und den örtlichen Betrieben.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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