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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Deshalb sind Schuldolmetscher wichtig

10.11.2018

Wildeshausen Die Finger schnellten nach oben: Der Vortrag von Dr. Andreas Everinghoff, stellvertretender Leiter der Wildeshauser Hauptschule, und Sozialpädagoge Stefan Fragel in der Sitzung des Ausschusses für Schulangelegenheiten im Wildeshauser Stadthaus stieß auf reges Interesse. Es ging um den Einsatz von Dolmetschern und Sozialarbeitern an Schulen.

Der Vortrag überzeugte: Aus allen Fraktionen kam Lob über die geleistete Arbeit an den Schulen. 3,5 Schulsozialarbeiterstellen für Grundschulen, Haupt- und Realschule finanziert die Stadt. Außerdem werden zeitlich befristete Dolmetscher für die Sprachen bulgarisch, kurdisch und arabisch beschäftigt. Diese werden für Schüler mit Migrationshintergrund benötigt, machten Everinghoff und Fragel deutlich.

Von insgesamt 1875 Schülern in Wildeshausen haben 670 einen Migrationshintergrund. Herausstechend sind dabei die Wallschule (200 mit Migrationshintergrund von 378) und die Hauptschule (164 von 301). Nahezu die Hälfte der Hauptschüler mit Migrationshintergrund stammt aus Bulgarien. Wiederum 20 bulgarische Schüler – von insgesamt 30 – haben im Schuljahr 2017/18 eine Anzeige erhalten aufgrund von Schwänzen.

„Solche Fälle zu verfolgen ist zeitaufwendig“, sagte Everinghoff. Es müsse zum Beispiel mit Eltern gesprochen werden – unter anderem hier kommen die Dolmetscher zum Einsatz. Der Konrektor weiß, dass die Bildungseinrichtung hart gegen Schwänzer vorgehen muss: Im schlimmsten Fall könne die Verfolgung eines Schulschwänzers bis zum Bußgeldverfahren oder Gefängnis führen. Aber dieses Vorgehen zeige Wirkung.

Ein weiteres Problem stelle die „veränderte Kindheit dar“: Massiver Medienkonsum sei ein ständiger Begleiter, dies sei für Kinder und Jugendliche energieraubend. Auch Cybermobbing sei ein Problem. Die Schüler hätten ein größeres Bedürfnis nach Zuwendung, das zuhause fehle – das mache sich wiederum in der Schule bemerkbar.

Fragel und Everinghoff sehen aber, dass Dolmetscher und Sozialarbeiter Wirkung zeigen: „Wir haben schon einiges bewegen können.“ So gab es im Schuljahr 2017/18 84 Beratungsfälle an der Hauptschule.

Während Bürgermeister Jens Kuraschinski sich dafür aussprach, dass finanzielle Mittel nicht nur von der Kommune, sondern auch vom Land kommen sollten, stimmte der Ausschuss (wie berichtet) hingegen für Hermann Hitz’ (UWG) Antrag, im Haushalt 2019 50 000 Euro zusätzlich für Dolmetscher oder Sozialarbeiter einzuplanen.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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