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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

So setzen Schulen die Helmpflicht um

04.02.2019

Wildeshausen Eine Helmpflicht bei Schulausflügen mit dem Fahrrad: Diese neue Regelung hat das niedersächsische Kultusministerium erlassen (die NWZ berichtete). Zuvor hatte die Kultusbehörde es eher allgemeiner formuliert und einen „Kopfschutz“ beim Radfahren verlangt.

Noch ist es draußen winterlich kalt, doch sobald die Temperaturen steigen, bieten sich vielleicht auch für Schulklassen Ausflüge mit dem Fahrrad an. Doch inwiefern betrifft der Erlass des Ministeriums die Wildeshauser Schulen überhaupt?

An der Wallschule sei das Tragen von Fahrradhelmen in der Regel kein Thema, sagt Schulleiterin Roswitha Remmert. Da sehe sie vor allem die Eltern in der Pflicht. Ausflüge mit dem Fahrrad fänden jedoch nur selten statt. „Bei der heutigen Verkehrssituation ist das zu gefährlich.“ Die Kinder hätten dafür zu wenig Erfahrung. Das falle den Lehrern zum Beispiel bei den schulinternen Fahrradprüfungen auf. „Sie sind da noch sehr verunsichert.“

Eine Helmpflicht halte sie für überfällig – nicht nur bei Schulausflügen. „Das ist wichtig für Kinder und eigentlich auch für Erwachsene.“

Viele Touren mit dem Fahrrad werden auch an der Wildeshauser Hauptschule nicht unternommen, erklärt die Schulleiterin Dorit Hielscher. „Manchmal in den unteren Klassen oder zu einem Bauernhof in der Nähe zur Betriebsbesichtigung.“ Mit dem Bus lohne sich die Strecke nicht, doch zu Fuß sei es dann doch zu weit. Dabei galt bisher: „Selbstverständlich fährt jeder mit Helm.“ Bisher sei dies an der Schule nicht verpflichtend gewesen, „aber jeder besitzt einen Helm, und wir hatten noch nie ein Problem“. Zusätzlich achten die Lehrer auch darauf, dass jeder Schüler bei Ausflügen mit einem verkehrssicheren Fahrrad unterwegs ist. Hielscher selbst findet den Erlass gut. „Es passieren häufig Unfälle.“

Wie an der Hauptschule unternehmen auch die Realschüler in Wildeshausen selten Ausflüge mit dem Fahrrad, sagt Schulleiter Jan Pössel. Dennoch war bisher intern klar geregelt: „Alle fahren mit Helm – außer die Eltern erlauben schriftlich, dass ihr Kind ohne Helm fahren darf.“ Pro Jahr seien jedoch höchstens drei oder vier Klassen mit dem Fahrrad unterwegs. Die Auswirkungen des Erlasses auf das Schulleben seien daher eher gering.

Anders sieht es am Wildeshauser Gymnasium aus. Wie Schulleiter Ralf Schirakowski sagt, werden einige Ausflüge mit dem Fahrrad gemacht. Zur Helmpflicht hat er eine klare Meinung: „Ich bin froh, dass das jetzt einheitlich geregelt ist.“ Jedes Jahr käme wieder die Frage auf, ob Helme getragen werden müssen. „Beim Sport, zum Beispiel beim Skateboarden, gibt es eine Helmpflicht.“

Den Lehrern hat Schirakowski bisher empfohlen, darauf zu bestehen, dass die Schüler Helm tragen, „falls etwas passiert“. In dem Fall gäbe es zwar keine rechtliche Bindung, doch die Lehrer wären „moralisch in Erklärungsnot“. Bisher habe es nie Konflikte am Gymnasium gegeben. „Die Mehrzahl der Schüler fährt mit Helm.“ Im Verkehrsunterricht werde auch immer wieder auf die Notwendigkeit hingewiesen.

Manuela Wolbers Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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