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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

UWG: Hunteschule darf nicht sterben

01.12.2018

Wildeshausen Die UWG-Stadtratsfraktion fordert, dass Wildeshausen dauerhaft Förderschulstandort bleibt. Für deren Vorsitzenden Rainer Kolloge sei es unverständlich, warum CDU, SPD und Grüne im Rat mit der von ihnen beantragten Übertragung der Kreisliegenschaft Hunteschule auch den Förderschulstandort Wildeshausen aufgeben. Das nämlich ist der Fall, sollte der Kreistag am 18. Dezember der Empfehlung der Kreisverwaltung folgen.

„Das ist eine klare Schwächung des Schulstandortes Wildeshausen durch den eigenen Stadtrat“, stellt UWG-Ratsfrau Corinna Seebacher-Riedel fest. „Kinder mit Förderbedarf Lernen im Süden des Landkreises müssen in Zukunft bei einer Förderschulwahl durch den ganzen Landkreis nach Wardenburg- Oberlethe beziehungsweise Hude fahren“, kritisiert UWG-Ratsherr Hermann Hitz. „Lange Fahrzeiten sind dem erhofften Lernerfolg dieser Kinder sicherlich nicht zuträglich.“ Es sei für betroffene Eltern, viele Bürger und die UWG nicht nachzuvollziehen, warum eine Schule, die erfolgreich Jugendliche befähigt, nach ihrer Schulzeit im Berufsleben ihre Frau oder ihren Mann zu stehen, voreilig aufgegeben werden soll. Förderschulen haben nach Ansicht der UWG eine Zukunft.

Elternwille entscheidend

Zweifellos gebe es Kinder mit Behinderung, die im Unterricht der gängigen Schultypen zurechtkommen und dort gut beschult werden könnten. Es gebe aber auch Kinder, die im stärker geschützten Raum einer Förderschule nicht nur besser, sondern überhaupt lernen könnten. „Für mich ist der Elternwille entscheidend. Wenn Eltern der Meinung sein sollten, dass eine Förderschule für ihr Kind der bessere Weg sei, so sollte für sie und ihr Kind diese Möglichkeit langfristig vorgehalten werden“, fordert der UWG-Kreistagsabgeordnete Wolfgang Däubler.

Er verweist darauf, dass der Kreistag beschlossen habe, alle Förderschulstandorte im Kreisgebiet zu erhalten, um den Eltern die freie Wahl des Bildungswegs ihres Kindes ortsnah zu ermöglichen, obwohl ursprünglich alle Förderschulen Lernen 2022 auslaufen sollten.

Danach eröffnete die jetzige Landesregierung in Hannover unerwartet die Option einer Verlängerung dieser Schulform bis 2028, was der Landkreis beantragte und genehmigt bekam.

2028 muss nicht Ende sein

Angesichts der Tatsache, dass sowohl Nordrhein-Westfalen als auch Sachsen-Anhalt nach bereits gemachten Erfahrungen mit der inklusiven Schule Pläne entwickeln, Förderschulen in diesen Bundesländern nicht mehr zu schließen, sondern zu stärken, geht die UWG-Ratsfraktion davon aus, dass es auch in Niedersachsen nach der nächsten Landtagswahl die erneute Möglichkeit geben könnte, die Hunteschule als Förderschule Lernen auch nach 2028 weiter zu führen.

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UWG | CDU | SPD | Kreistag | Förderschule Lernen | Landtagswahl

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