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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Auch Kinder dürfen Nein sagen

16.01.2019

Wildeshausen Was ist ein Ja- und was ist ein Nein-Gefühl? Und was kann ich tun, wenn jemand ein Nein-Gefühl bei mir auslöst? Um diese Fragen geht es in den kommenden Wochen in den dritten Klassen der Wildeshauser Holbein- und der St.-Peter-Schule.

Zur Prävention von sexuellem Missbrauch und um die Kinder für dieses Thema zu sensibilisieren, haben Susanne Tönjes-Mollenhauer, Sozialarbeiterin der Holbeinschule, und Antje Becker, Schulsozialarbeiterin an der St.-Peter-Schule, Mitarbeiter der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück (TWP) mit dem Stück „Mein Körper gehört mir“ eingeladen. Finanziert wird das Projekt durch Spenden der VR-Bank und vom Präventionsrat der Stadt Wildeshausen.

Bereits zum zweiten Mal findet das Projekt statt. An drei Dienstagen spielen die Theaterpädagogen Judith Meyer und Kai Janssen Szenen mit Situationen, die Ja- oder Nein-Gefühle auslösen können. Dabei geht es nicht nur um sexuelle Gewalt, sondern auch andere Situationen, in denen sich die Kinder wohl oder unwohl fühlen.

Nach den Aufführungen besprechen die Schüler diese Situationen im Unterricht. „Die Kinder sollen lernen, dass Nein-Gefühle okay sind“, erklärt Tönjes-Mollenhauer. Und sie sollen lernen, dass es in Ordnung ist, in solchen Fällen auch Nein zu sagen. „Es wird auch noch einmal angesprochen, wer den Kindern in solchen Fällen hilft“, fügt Becker hinzu.

Bei den Aufführungen werden die Kinder von den Darstellern mit einbezogen. Zu Beginn werden sie nach Dingen und auch nach Berührungen gefragt, die Ja- oder Nein-Gefühle auslösen. „Die Kinder machen dabei gut mit“, sagt Meyer. Auch später im Stück sind die Schüler gefragt. „Sie sollen die Szenen beobachten und sich melden, wenn ihnen etwas auffällt.“ Zum Beispiel wenn der Punkt gekommen ist, an dem sich einer der Darsteller nicht mehr wohl fühlt.

In den Szenen geht es um ganz unterschiedliche Situationen: um Berührungen von Gleichaltrigen, wenn ein anderes Kind zum Beispiel etwas macht, was einem nicht gefällt, aber auch um Berührungen von Erwachsenen, sowohl von Unbekannten als auch von Menschen aus dem näheren Umfeld.

Am Ende des Projekts sollen die Kinder nicht nur wissen, dass es in Ordnung ist, Nein zu sagen, wenn sie sich unwohl fühlen. Meyer betont, dass es ebenfalls wichtig sei, dass die Kinder in solchen Fällen „wissen, dass sie nicht selbst schuld sind“.

Manuela Wolbers Volontärin, 2. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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