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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Stadt bessert Angebot an Landkreis nach

15.06.2018

Wildeshausen Die Stadt Wildeshausen wird dem Landkreis Oldenburg ein erweitertes Angebot machen, damit es zu einem Tausch der Liegenschaften Hunteschule (Förderschule Lernen) und der St.-Peter-Schule kommen kann. Das beschloss der Verwaltungsausschuss am Donnerstagabend in nicht-öffentlicher Sitzung. Nur knapp eine Stunde zuvor hatte der öffentlich tagende Schulausschuss bei sieben Ja- und fünf Nein-Stimmen empfohlen, das Angebot nicht zu ergänzen.

Der Kreis als Träger der Förderschule lehnt (wie berichtet) aktuell den Tausch ab, da für die Hunteschüler an der Liegenschaft St. Peter keine Fachunterrichtsräume zur Verfügung stehen würden. Daher bestehe die Notwendigkeit, das Angebot nachzubessern, wie Bürgermeister Jens Kuraschinski im Schulausschuss sagte. Er habe die Hoffnung, dass das Kreishaus die „Tür nicht zuschlägt“.

Fachbereichsleiter Hans Ufferfilge rief die Historie des Tauschangebots und den Auftrag des Rats an den Bürgermeister, mit dem Kreis zu verhandeln, in Erinnerung. „Unser Ansinnen ist es, Ihre Beschlüsse umzusetzen.“ Die Verwaltung regte Mobilbauklassen oder einen Anbau an der nordwestlichen Front der Sporthalle St. Peter an. Dort könnten Fachunterrichtsräume für Hauswirtschaft, Naturwissenschaften und Werken für die Hunteschule untergebracht werden. Die Kostenspanne reichte von 240 794 Euro (fünf Jahre Miete Mobilbauklassen) bis hin zu 639 975 Euro (350 Quadratmeter großer Anbau). Realistischer Zeitpunkt für den Bezug des Anbaus wäre der 1.8.2020. Selbst wenn dieses Angebot beschlossen werde, bedeute dies nicht, dass der Schultausch schon beschlossene Sache sei.

Stephan Rollié (CDW) bezweifelte die Rechtmäßigkeit des Verfahrens; weder Finanzausschuss noch Rat würden beteiligt: „Nachbessern klingt wie Nachsitzen!“ Auch die Kosten hielt Rollié für unrealistisch. Bei einem Tausch kämen Sanierungskosten für die Hunteschule und Verkehrsmaßnahmen auf der Heemstraße dazu. Da sei man schnell bei 3,9 Mio. Euro.

Ähnlich sah es Hermann Hitz (UWG): „Ein altes Thema, aber keine neuen Argumente.“ Viele Kosten seien unberücksichtigt. Es handele sich um einen „Flickenteppich von Einzelmaßnahmen“. Es gebe keine qualitative Verbesserung. Hitz regte an, sich sofort mit dem Neubau einer dreizügigen Grundschule im Westen der Stadt zu befassen. Auch Lehrervertreter Harald Küster sah keinen Raumgewinn für die Grundschulen.

Kritik kam auch von Günter Lübke (CDU). Der Landkreis dränge gar nicht zur Eile, wie die Stadtverwaltung behaupte. Die Kosten für Container seien unverhältnismäßig hoch. Da könne er sich eher einen dauerhaften Anbau vorstellen. Elternvertreter Ralf Menke regte einen Anbau an die Turnhalle mit Allgemeinen Unterrichtsräumen oder Gruppenräumen für die Holbeinschule an. Dann hätte sich der Schultausch erledigt.

Anja Lösch, Rektorin der Holbeinschule, wies darauf hin, dass mit dem Beschluss die Raumnot der Schule zum August nicht gemildert werde.

SPD und Grüne verteidigten den Schultausch, wenngleich Matthias Kluck (SPD) sich auch einen Anbau am Standort St. Peter vorstellen konnte. Dafür gebe es vermutlich Fördermittel. Manfred Rebensburg (Grüne) sagte, an der Hunteschule seien heute 54 Schülerinnen und Schüler untergebracht. Es sei dort aber Platz für 230. Aus finanziellen Gründen sei daher ein Schultausch geboten.

Der nicht-öffentliche VA schloss sich der Empfehlung des Schulausschusses nicht an. Das Angebot solle um die Bereitstellung eines festen Anbaus mit Fachunterrichtsräumen erweitert werden. Damit geht die Hängepartie um den möglichen Tausch weiter.

Stefan Idel
Redaktionsleitung
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2701

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