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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Waldschule kann auf Kreis bauen

05.04.2019

Wildeshausen /Sandkrug Es war eine kurze Tagesordnung, auf die die Mitglieder des Schul- und Kulturausschusses des Landkreises Oldenburg am Donnerstagnachmittag im Saal der Musikschule in Wildeshausen geblickt haben – aber die hatte es in sich. Unter anderem ging es um den Investitionszuschuss des Landkreises für die Erweiterung der Waldschule Hatten in Sandkrug.

Quote von 54,9 Prozent

In der Vergangenheit war mehrmals darüber diskutiert worden, am Donnerstag kam von allen Seiten Zustimmung: Einmütig votierten die Mitglieder für die Beschlussempfehlung, dass der Landkreis gegenüber der Gemeinde Hatten einen Investitionszuschuss in Höhe von insgesamt 1,9 Millionen Euro leistet. Die Gesamtinvestitionssumme liegt unter Berücksichtigung von gegebenenfalls einzubeziehenden Fördermitteln bei 4,8 Millionen Euro.

Im Zuge der Haushaltsberatungen war vorsorglich ein Investitionszuschuss in Höhe von 800 000 Euro eingeplant worden. Dieser soll nun um die fehlende Summe im Etat 2020 ergänzt werden. Daher ist es nötig, dass im Juli der Kreistag noch mal darüber entscheidet.

Geld fließt unter anderem in die Erweiterung des Lehrerzimmers (390 000 Euro), die Erweiterung der Mensa/Schulküche (640 000 Euro) sowie in den Austausch der Heizungsanlage (405 000 Euro). Anfallende Sanierungskosten trägt der Landkreis nicht.

Zur Situation: Alle Schülerinen und Schüler aus der Gemeinde Wardenburg haben ein Recht darauf – sofern sie weder IGS noch Gymnasium besuchen wollen – die nächstgelegene Oberschule zu besuchen: in diesem Fall die Waldschule Hatten in Sandkrug. Die Bildungseinrichtung befinde sich damit in einer Sonderstellung, hob Landrat Carsten Harings hervor. „Diese Situation gibt es im Landkreis kein zweites Mal.“ Dies ist auch die Begründung, weshalb es sich bei der Bezuschussung durch den Landkreis um eine einmalige Unterstützung handelt. In der Sitzungsvorlage wird weiter argumentiert, dass die IGS Am Everkamp in Wardenburg, ehemals Everkampschule, seit 2010 gegenüber anderen Kommunen einen finanziellen Vorteil habe – wurde die Schule in dem Jahr doch in die Hände des Landkreises übergeben.

Insgesamt zeigte sich Harings mit dem Beschlussvorschlag, der gemeinsam mit der Hatter Verwaltung ausgearbeitet worden war, zufrieden: „Wir sind der Auffassung: Der Landkreis zeigt sich nicht knauserig.“

Wolfgang Sasse (CDU) lobte die Vielfalt an Angeboten an der Waldschule. Er sprach sich deshalb dafür aus, den Vorschlag schnell auf den Weg zu bringen.

Auch Hilko Finke (Grüne) begrüßte die Beschlussempfehlung – setzte jedoch ein Aber hinterher: „Wir sollten darauf achten, dass es sich hier um eine Sonderregelung handelt.“ Schließlich habe der Landkreis noch mehr Oberschulen mit Zulauf aus anderen Gemeinden.

In dieselbe Kerbe schlug CDU-Mann Hartmut Post: „Die Waldschule läuft über – es muss etwas getan werden.“ Ihm war es ebenso wichtig zu betonen, dass es sich dabei um eine einmalige Zahlung handelt.

Offensichtlich am Hadern mit der Empfehlung war Arnold Hansen (Freie Wähler). Er bezweifelte, dass die 1,9 Millionen Euro die endgültige Summe bilden. Auch hätten ihn die veranschlagten 390 000 Euro für das Lehrerzimmer „stutzig gemacht“. „Ich werde trotzdem zustimmen.“

Nicht verschieben

Dass es sich um eine einmalige Situation handelt, betonte auch SPD-Frau Katja Radvan – und wies zugleich darauf hin, dass die Einrichtung Wardenburger Schüler eben nicht ablehnen könne. „Wir stimmen geschlossen zu.“

Niels-Christian Heins hielt nichts davon, nach weiteren Lösungen für die prekäre Situation zu suchen. „Dann verschiebt sich das Ganze nur“, so der FDP-Mann. Der Kompromiss sei eine gute Lösung für die Schullandschaft im Landkreis.

Die Waldschule Hatten in Sandkrug möchte noch in diesem Jahr mit den Umbaumaßnahmen starten.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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