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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Privatschule setzt Oberstufe erneut aus

06.03.2019

Wildeshausen Der anhaltende Lehrermangel zwingt die Privatschule Gut Spascher Sand dazu, ab dem Schuljahr 2020/2021 die Oberstufe auslaufen zu lassen. Zum neuen Schuljahr ab August werde noch einmal eine Klasse 11 an der Integrierten Gesamtschule (IGS) eingerichtet, bestätigte Geschäftsführer Henning Emler von Maydell. Aber danach würde die Oberstufe ab Klasse 11 für eine unbestimmte Zahl von Jahren ausgesetzt. Wie lang der „Zeitraum X“ sei, vermochte er nicht zu sagen.

Bereits im Vorjahr hatte die Schulleitung entschieden, für ein Jahr die Klasse 11 auszusetzen. Neun Lehrkräfte hatten der Schule den Rücken gekehrt. Darum solle das Hauptaugenmerk darauf liegen, die Jahrgänge 12 und 13 erfolgreich zum Abitur zu führen und die Qualität der Sekundarstufe I zu steigern.

Umso größer war die Aufregung in Eltern- und Schülerschaft, als Emler von Maydell in einem Elternbrief am 22. Februar ankündigte, erneut den 11. Jahrgang aussetzen zu müssen – ebenfalls unter Hinweis auf die zugespitzte Situation auf dem Arbeitsmarkt für Lehrer. Drei Familien hatten im Vertrauen darauf, dass es ab 2019 wieder eine Klasse 11 geben werde, ihre Kinder an der Schule belassen. Die drei Schülerinnen und Schüler wurden im Rahmen eines speziellen Programms auf die Oberstufe vorbereitet.

„Wir sind sehr enttäuscht, wie mit den Kindern umgegangen wird“, heißt es in einem Schreiben von Betroffenen an die Schulgründer Renate und Wolfgang Rixen, das der NWZ vorliegt. Die Familien hatten im Sommer 2018 erst verspätet von der Streichung der Klasse 11 erfahren und darum Anmeldefristen für andere Schulen versäumt. Im Vertrauen auf eine Zusage der Familie Rixen, dass es ab Sommer 2019 wieder eine Klasse 11 geben würde, beließen die Eltern ihre Kinder auf der Privatschule.

In dem Schreiben vom 22. Februar weist Geschäftsführer Emler von Maydell auf die Vorgaben der Landesschulbehörde hin: „Für jedes Fach in der Oberstufe müssen wir neben der eigentlichen Lehrkraft zwei weitere Lehrkräfte vorhalten, um die Prüfungskommission zu besetzen.“ Gelinge das nicht, stehe „die Anerkennung der Oberstufe auf dem Spiel“. Und weiter heißt es: „Diesen Kraftakt kann diese junge und kleine Schule nicht stemmen.“ Damit das gesamte System nicht gefährdet werde und ein qualifizierter und nachhaltiger Unterricht erteilt werden könne, „müssen wir dem dringenden Rat der Landesschulbehörde folgen und die Aussetzung der gymnasialen Oberstufe bis auf weiteres fortsetzen“.

Mit wie vielen Schülerinnen und Schülern die vorerst letzte Klasse 11 im Sommer starten wird, kann der Geschäftsführer nicht sagen: Die Anmeldefrist endet erst zum 1. April. Für den jetzigen Jahrgang 12 werde es keine Veränderungen geben. Die Schulbehörde habe zugesagt, die IGS dieses und nächstes Jahr bei den Abitur-Prüfungen zu unterstützen.

Die Schule wolle aber auch dem schleichenden Vertrauensverlust entgegenwirken: „Wir können nicht jedes Jahr neue Hiobsbotschaften verkraften“, sagte der Schulmanager der NWZ. Mit der Entscheidung wolle man die Unterrichtsqualität in der Sekundarstufe I, also den Klassen 5 bis 10, stärken.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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