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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

St.-Peter-Schule: Beteiligte setzen auf Kooperation

08.11.2019

Wildeshausen Um den für den Sommer 2021 geplanten Umzug der Kinder der St.-Peter-Schule in die heutige Hunteschule möglichst reibungslos zu gestalten, hat die Wildeshauser Stadtverwaltung größtmögliche Transparenz zugesagt. In Kürze werde ein Arbeitskreis aller Beteiligten, darunter auch Eltern- und Lehrervertreter, zusammenkommen, erklärte Thomas Eilers, der Allgemeine Vertreter von Bürgermeister Jens Kuraschinski. Dort sollten alle offenen Fragen und Bedenken zur Zufriedenheit der Grundschule geklärt werden. Der Prozess des „Schultausches“ werde von der Landesschulbehörde begleitet.

Der Schultausch

Offene Fragen und Bedenken aus Eltern und Lehrerschaft sollen in einem Arbeitskreis geklärt werden. Dabei geht es unter anderem um das Sport- und Musikprofil sowie die Themen Verkehr, Schulweg-Sicherheit, Lärm und Sicherheit allgemein. Es soll eine Fachberatung der Landesschulbehörde erfolgen.

Ein Raumplan wurde in Zusammenarbeit mit der Schulleitung bereits im 2. Quartal 2019 erstellt, wie Baudezernent Manfred Meyer sagte. Das Baugenehmigungsverfahren für den Anbau am Standort Heemstraße wurde eingeleitet. Er hoffe, dass dafür im Sommer 2020 der Baubeginn erfolgen kann.

Die Sanierungsarbeiten am Standort Heemstraße haben begonnen. Zwei Klassen- und zwei Gruppenräume sind fertig. Weitere Räume folgen in den Osterferien 2020. Die Sanierung soll im kommenden Jahr zum Abschluss gebracht werden. 2021 erfolgt der Umzug.

In einer Sondersitzung befasste sich der Schulausschuss am Donnerstagabend mit dem Projekt. Die CDW-Fraktion hatte eine Anpassung der Kosten- und Finanzierungsplanung beantragt. Für die Herrichtung der Liegenschaft Hunteschule investiert die Stadt (wie berichtet) rund 2,8 Millionen Euro. Darin ist auch die „Ablösesumme“ an den Landkreis enthalten.

In dem rappelvollen Sitzungssaal fragten Eltern nach der möglichen Schadstoffbelastung in der Hunteschule und dem Verkehrskonzept. Wie Baudezernent Manfred Meyer sagte, seien lediglich vier asbesthaltige Fugendichtungen entdeckt worden. Asbest gebe es auch in den Fensterbänken. Sie würden entfernt und durch neue ersetzt. Zugleich zerstreute Meyer Bedenken, es seien Wasserrohre aus Blei verbaut worden.

Ein Dringlichkeitsantrag des Stadtelternrats, sämtliche Unterlagen zum Schultausch, auch das Schadstoffgutachten, öffentlich machen, fand nicht die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit.

In einem Sachstandsbericht wies Eilers darauf hin, dass die Verwaltung den Umbau der Hunteschule im Rahmen des „eigenen Wirkungskreises“ abarbeite. Das pädagogische Profil der St.-Peter-Schule, die Schwerpunkte in den Bereichen Sport und Musik setzt, spiele dabei „erstmal keine Rolle“. Das bestätigte Karl-Heinz Book von der Landesschulbehörde. Das Konzept Musik/Sport sei „nicht in Stein gemeißelt“. Das Schulgebäude müsse vor allem die Ressourcen für den Pflicht- und Förderunterricht bieten. Er bot eine intensive baufachliche Beratung seiner Behörde für den Umzug an. Im Übrigen klinge die Kritik aus der St.-Peter-Schule wie „die Vertreibung aus dem Paradies“. Das könne nicht seine Entscheidungsgrundlage sein.

Ratsherr Günter Lübke (CDU) warf Book vor, mit den Äußerungen seine Neutralitätspflicht verletzt zu haben. Die Behörde habe eine beratende Funktion. Lübke appellierte an die Schulleitung, sich nicht mundtot machen zu lassen. Später entschuldigte sich Book für seine Äußerungen. Die Schule habe ein Recht, ihr Profil selbst zu bestimmen, so Stephan Rollié (CDW), der die Verwaltung mit einem langen Fragenkatalog konfrontierte.

Lehrervertreter Harald Küster und Ratsherr Marko Bahr (FDP) riefen die Akteure zur Mäßigung auf. „Jetzt wäre die Chance für ein Neuanfang“, sagte Bahr. Manfred Rebensburg (Grüne) mahnte, jetzt positiv nach vorn zu gucken. „Dann haben wir in zwei Jahren eine tolle Schule.“

Elena Lietzmann, die Leiterin der St.-Peter-Schule, lobte die guten Gespräche mit der Verwaltung. „ich wünsche mir, dass es so bleibt.“ Gern nehme die Schule die Bauberatung der Schulbehörde in Anspruch. Sie werde weiterhin versuchen, das Bestmögliche für die Schule herauszuholen. Book regte an, im Arbeitskreis einen genauen Zeitplan zu erarbeiten, damit der Umzug in 2021 gelingt.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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