• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Lehrerinnen stemmen sich gegen Umzug

17.09.2019

Wildeshausen Das Lehrerkollegium der St.-Peter-Schule hat große Bedenken bei dem für 2021 geplanten Umzug der Grundschule in die Räume der Hunteschule. Befürchtet wird sogar, dass die Schulprofile – Sport und Musik – am neuen Standort nicht umgesetzt werden können, weil Räume oder die Sportanlagen fehlen. Die Schule würde nicht entsprechend den Bedürfnissen angepasst, befürchten Rektorin Elena Lietzmann und ihre Kolleginnen. Vielmehr würden Schülerinnen und Schüler einfach in das Gebäude „gequetscht“.

Im Sommer 2021 sollen die Förderschüler der Hunteschule in die St.-Peter-Schule wechseln. Die Grundschüler wiederum sollen an die Heemstraße umziehen. So hat es die Politik mit knapper Mehrheit beschlossen. Für die Herrichtung der Liegenschaft Hunteschule investiert die Stadt rund 2,8 Millionen Euro. Darin ist auch die „Ablösesumme“ für den Landkreis Oldenburg enthalten. Zudem muss die Stadt Fachunterrichtsräume an die Turnhalle St. Peter anbauen, die die Hunteschule nutzen wird.

Offenbar hätten sich die Verantwortlichen nie die Frage gestellt, ob der Umzug überhaupt praktikabel ist, monieren die Lehrkräfte der St.-Peter-Schule. Vor der Entscheidung sei kein Lärmgutachten für die Hunteschule, auch den Autoverkehr dort, erstellt worden. „Uns wurde versprochen, dass wir die gleichen Bedingungen wie am alten Standort erhalten“, sagte eine Lehrerin bei einer Teamsitzung am Montag. „Das ist definitiv nicht der Fall!“ Diese Punkte sind aus Sicht des Kollegiums problematisch:
 Sportprofil: Die Schule könne ihr pädagogisches Konzept nicht umsetzen. An der Heemstraße sei weder ein Training fürs Sportabzeichen möglich noch der Verkehrsaktionstag. Auch die Fußball-AG könne nicht mehr auf dem Schulhof stattfinden.
 Musikprofil: Weil der Musikraum künftig auch Betreuungsraum sei, sei kein Musikunterricht in der 5. Schulstunde möglich. Die Kooperation mit der Musikschule würde deutlich eingeschränkt.
 Projekte: Es gebe in der Hunteschule keinen Platz für Projekte. Für das Zirkusprojekt sei kein Zelt möglich.
 Raumkonzept: Eine abtrennbare Aula wie an der St.-Peter-Straße sei nicht mehr vorhanden. Es gebe nur einen Gruppen- oder Inklusionsraum. Falls eine Dreizügigkeit eintreten sollte, da sich mehr Kinder anmelden als vom Schulträger geplant, gebe es nicht ausreichend Platz. Für das nächste Jahr haben sich bereits 48 Erstklässler katholischen Bekenntnisses angemeldet, sagt Lietzmann. Pro Klasse seien maximal 27 Kinder erlaubt. Auch gebe es kaum Möglichkeiten für weitere Anbauten an der Schule.
 Parkplätze: Im Zuge eines neuen Verkehrskonzepts wird über die Auflösung der Parkplätze an der Schulstraße nachgedacht. Die Lehrkräfte müssten sich auf Parkplatzsuche begeben. Das sei insbesondere für jene problematisch, die während des laufenden Unterrichts von außen kämen. Dann wäre die Aufsicht nicht gewährleistet.

Befremdlich findet das Kollegium das Vorgehen der Verwaltung. So seien die Schulvertreter nicht von vornherein in die Planungen an der Hunteschule mit einbezogen worden, kritisiert eine Lehrerin. Und: „Auf viele sachliche Fragen erhalten wir keine plausiblen Antworten.“ So könne ein Umzug von 180 Kindern nicht funktionieren.

Die Stadtverwaltung kann die Kritik nicht nachvollziehen. „Es hat mehrfach einvernehmliche Abstimmungsgespräche mit der Schulleitung zur Nutzung der Räume gegeben“, sagt Stadtsprecher Hans Ufferfilge. So habe man auf Wunsch der Schule kurzfristig entschieden, den Computerraum vom Ober- ins Erdgeschoss zu verlegen. Auch werde versucht, ein gutes Verkehrskonzept zu entwickeln. Daher sei auch noch nicht entschieden, ob die Parkplätze an der Schulstraße wegfallen. „Es ist unsere Aufgabe, uns Gedanken zu machen.“

Das Kollegium befürchtet gleichwohl eine drastische Schlechterstellung. Es hofft, dass der Umzug in die Hunteschule noch gestoppt wird.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
Rufen Sie mich an:
04431 9988 2701
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.