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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Stadt will Eltern regelmäßig informieren

10.05.2019

Wildeshausen Eltern und Lehrer der Wildeshauser St.-Peter-Schule sollen über den Ausbau und die Modernisierung der Hunteschule stets auf dem Laufenden gehalten werden. Das sicherte Thomas Eilers, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, am Donnerstagabend in der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Finanzen, Controlling und Wirtschaft zu. „Sobald das Projekt steht, werden wir informieren, auch auf unserer Internetseite“, so Eilers. „Wir versuchen das Bestmögliche!“

Im Sommer 2021 sollen die Kinder von St. Peter in die jetzige Hunteschule (Förderschule Lernen) umziehen. Stadtrat und Kreistag haben mehrheitlich den Schultausch beschlossen. Gerade Eltern der St.-Peter-Schule befürchten Nachteile durch den Umzug. Vorausgegangen war ein Gespräch der Verwaltung mit Schulleiterin Elena Lietzmann. Ihr sei die Komplexität des Projekts erläutert worden, erklärte Eilers in der Ausschusssitzung. Da die Handwerker nur in den Schulferien arbeiten könnten, sollen erst Modernisierungsmaßnahmen in der Hunteschule erfolgen, dann der Umzug und anschließend der Anbau für einen Funktionsraum. Elternratsvorsitzende Christin Rollié hakte in der Fragestunde des Ausschusses nach, wie der zeitliche Ablauf geplant sei.

Differenz in Millionen

Eilers zufolge stimmt sich die Stadt derzeit mit dem Kreis ab, der ja noch im Besitz des Gebäudes ist. Vermutlich noch vor den Sommerferien werde der Projektplan stehen, dann werde die Verwaltung Eltern wie Lehrer informieren. Zugleich kündigte der Kämmerer Quartalsberichte zum Baufortschritt an. Eine Mutter machte in der Fragestunde auf die Verkehrssituation an der Heemstraße aufmerksam. Viele Kinder der Grundschule würden mit dem Fahrrad kommen und bedürften eines besondere Schutzes. „Wir werden alles mit Ihnen besprechen“, so Eilers. „Wir sitzen alle in einem Boot.“

Zuvor hatte der Ausschuss mit knapper Mehrheit von fünf zu vier Stimmen beschlossen, für den bereits beschlossenen Schultausch keinen Wirtschaftlichkeitsvergleich durch ein externes Büro in Auftrag zu geben. Dies hatte die FDP-Fraktion beantragt. Kämmerer Eilers legte dem Ausschuss lange Zahlenkolonnen eines auf 30 Jahre gerechneten Wirtschaftlichkeitsvergleichs vor. Berücksichtigt wurden dabei unter anderem Faktoren wie Bauunterhaltung, Baupreis-Entwicklung und Finanzierungslast. Eilers zufolge seien Erwerb und Modernisierung der Hunteschule mit 2,2 Millionen Euro wirtschaftlicher als der etwa 9,2 Mio. Euro teure Neubau einer Grundschule. Aus Sicht der Verwaltung sei vor der Ratsentscheidung korrekt gehandelt worden. Daher könne sie nicht dazu raten, einen externen Prüfer einzusetzen.

Kritik am Zahlenwerk

Marko Bahr (FDP) hatte darauf hingewiesen, dass der Gesetzgeber ausdrücklich den Wirtschaftlichkeitsvergleich vorsehe. Viele Faktoren, darunter eine neue Verkehrsführung, seien gar nicht in die Berechnung eingeflossen. „Das wurde künstlich niedrig gerechnet“, warf Bahr der Verwaltung vor. Er schloss nicht aus, in dieser Sache die Kommunalaufsicht anzurufen. Ähnlich sah es Jens-Peter Hennken (CDW): Ein externer Berater sei sinnvoll. Auch eine mögliche Schadstoffsanierung gehöre in die Wirtschaftlichkeitsberechnung. Dem Antrag der CDW, sich preiswerte Schulbauten im Land anzuschauen, seien Rat und Verwaltung nicht gefolgt.

Rainer Kolloge (UWG) meinte, die Verwaltung habe so gerechnet, um so die „legendäre Fehlentscheidung“ des Schultausches zu begründen. Für 10 Mio. Euro gebe es eine ganz andere Schule. Die in den 1960er-Jahren gebaute Hunteschule werde keine 30 Jahre mehr halten, glaubt Kolloge. In der Schuldebatte sei seinerzeit behauptet worden, eine Erweiterung der Grundschulen sei nicht möglich. Nun werde ein Anbau für die Förderschüler in der St.-Peter-Straße geplant. Eigentlich hätte es einen Wirtschaftlichkeitsvergleich von Hunteschule mit dem St.-Peter-Anbau geben müssen, erklärte Kolloge. „Dann hätten wir den Tausch gar nicht gebraucht.“

Nach der Zusage an die Eltern bat Ausschussvorsitzender Wolfgang Sasse (CDU) um einen Vertrauensvorschuss an die Verwaltung: Alle Schritte würden abgesprochen; 2021 würden die Kinder in eine modernisierte Schule ziehen.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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