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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Verkehrsübung In Wildeshausen: Sicher mit dem Elektro-Antrieb

17.10.2019

Wildeshausen Erneut hat es gekracht: In der Gemeinde Hude wurde Dienstag ein 70-jähriger Pedelec-Fahrer leicht verletzt, weil ihn ein 43-jähriger Autofahrer übersehen hatte. Die Zahl der bei Verkehrsunfällen schwer verletzten oder gar getöteten Fahrrad- und Pedelecfahrer ist deutlich angestiegen, berichtet die Polizei. Allein im Vorjahr waren 174 Rad- oder Pedelec-Fahrer an Unfällen beteiligt. Zwei Radfahrer und ein sogenannter E-Bike-Fahrer kamen ums Leben. Grund genug für den Präventionsrat der Stadt Wildeshausen, ein kostenloses Training für die Gefährte mit elektrischem Hilfsmotor anzubieten.

Betriebskosten einer 11 Ah-Batterie

Eine neue Batterie kostet circa 599 Euro, rechnete Rudi Czipull vor. Mit einer Aufladung kann man etwa 80 Kilometer fahren. Die Batterie kann der Radfahrer etwa 1100-mal aufladen. Das entspricht einer Strecke von 88 000 Kilometer.

Umgerechnet ergibt das bei einer 599 Euro teuren Batterie Kosten von 0,68 Cent pro Kilometer.

Das komplette Aufladen der Batterie verbraucht etwa 0,565 kWh. Bei einem Strompreis von 20 Cent/kWh kostet eine komplette Batterieladung 11,3 Cent. Für die mittlere Reichweite von 80 Kilometern ergibt sich ein Preis von 0,14 Cent pro Kilometer. Damit betragen die Kosten für Verbrauch und Batterie insgesamt maximal 0,82 Cent pro Kilometer.

„Nur das Üben bringt Verbesserung“, gab Referent Rudi Czipull als Devise aus, als am Mittwoch auf dem Krandel-Parkplatz der praktische Teil des Aktionstages startete. Die elf Teilnehmerinnen und Teilnehmer mussten auf ihren eigenen Pedelecs Slalom fahren oder beim Linksabbiegen den Schulterblick zeigen. Auch das richtige Halten wollte gelernt sein: „Die Bremsen müssen funktionieren“, so der 63-jährige frühere Fahrschulleiter. Sein Tipp: Auch beim Elektrorad, das nur 25 km/h schnell ist, sollte vor allem mit der Hinterrad-Bremse gebremst werden; die Bremse am Vorderrad komme dazu.

Sicher losfahren

Die richtige Fahrt mit dem Pedelec beginnt aber schon mit dem Einstieg: „Am besten erst mit beiden Beinen auf die Erde stellen, das Rad zwischen den Beinen, die Bremsen ziehen und dann eine Pedale zum Losfahren aussuchen“, erklärte Czipull den Radfahrern. Anfangs sei es sinnvoll, in einem niedrigen Gang zu starten, die Hände immer an Lenkrad und Bremsen. Später sollte die Geschwindigkeit konstant sein. Beim E-Biken sei es wie beim Autofahren: Ständiges „Stop and go“ verbrauche mehr Akkuleistung. Und ein weiterer Punkt war Czipull, der von Polizeihauptkommissar Rolf Quickert im Krandel unterstützt wurde, wichtig: „Hier wird nur mit Helm gefahren.“

An Tipps sparte der Referent, der seit 2013 ehrenamtlich für die Verkehrswacht im Landkreis Oldenburg arbeitet, nicht. „Immer nach vorne gucken, nicht auf den Boden“, rief Czipull, als die Teilnehmer durch eine gut 15 Meter lange und nur 30 Zentimeter breite Gasse aus orange-farbenen Mini-Pylonen fuhren. Und als es auf die Slalom-Strecke ging, riet er: „Macht einen großen Bogen und fahrt dann gerade hinein – wie mit dem Auto in die Parklücke.“ Bei Erfolg folgte postwendend das Lob: „Gut gemacht!“ Beim Linksabbiegen mit Schulterblick konnten die Akteure sogar die Ziffern auf Karten benennen, die Czipull hochhielt.

„Eine super Sache“

Zuvor hatten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des „Verkehrsaktionstags“ mit rechtlichen Fragen, dem Radtransport auf Auto-Heckträgern und der Fahrradtechnik beschäftigt. Sogar eine Betriebskosten-Aufstellung war Thema.

„Eine super Sache“, meinte Teilnehmer Günther Meenken. Dem 72-jährigen Wildeshauser, der seit drei Jahren ein Pedelec besitzt, gefiel vor allem der Kurs durch die Pylonen-Gasse. Angetan vom Fahrtraining zeigten sich auch Bernd Huber (70) und seine Frau Irene Rickels-Huber (67) aus Vossberg. Ohne Helm fahren sie niemals Pedelec. „Das hat richtig Spaß gemacht“, lobte ebenfalls Linda Vietor den praktischen Teil. Sie hatte auch am Kurs der Verkehrswacht „Fit mit dem Auto“ teilgenommen und dabei wertvolle Anregungen erhalten.

Angesichts der guten Resonanz hofft der Präventionsrat, einen weiteren Kursus zum Umgang mit dem Pedelec anbieten zu können. An diesem Donnerstag gibt es erst einmal Tipps und Tricks rund ums Fahrrad auf dem Wildeshauser Wochenmarkt.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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