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Aktualisiert vor 8 Minuten.

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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

„Waltberthaus ist keine Alternative“

21.02.2019

Wildeshausen In der Diskussion um die Zukunft der denkmalgeschützten Villa Knagge hat die Volkshochschule (VHS) Wildeshausen der Darstellung der Stiftung Johanneum widersprochen, ihr seien annehmbare Alternativen für das Seminarhaus Knagge angeboten worden. „Das ist eine Unverschämtheit“, reagierte VHS-Leiter Hinrich Ricklefs am Mittwoch im Gespräch mit dieser Zeitung auf entsprechende Äußerungen von Johanneum-Verwaltungsdirektor Hubert Bartelt. Das von Bartelt ins Gespräch gebrachte Waltberthaus, das zur katholischen Kirchengemeinde gehört, sei „keine gleichwertige Alternative“, sagte Ricklefs.

Entschädigung

Die Firma Nordmann möchte (wie berichtet) die Villa Knagge zu einem modernen Craft-Beer-Brauhaus mit

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Hausbrauerei umbauen. Weil die Verhandlungen zur Übergabe der Liegenschaft an der Ahlhorner Straße so schleppend verlaufen, hat Nordmann den Eigentümern und Verwaltern, der Kirche und der Stiftung Johanneum, ein Ultimatum bis zum Monatsende gesetzt. Eigentlicher Knackpunkt der Verhandlungen ist das gut 325 Quadratmeter große Nebengebäude der Villa, eine ehemalige Kapelle, die schon seit mehr als 20 Jahren von der VHS als Seminarhaus genutzt wird. Nordmann möchte hier den Braukessel und einen Getränkeshop unterbringen. Die VHS hat allerdings bis 2025 einen Mietvertrag mit der Kirche und benötigt adäquaten Ersatz.

Sollte die VHS vorzeitig ausziehen, wäre die Anmietung neuer Räume voraussichtlich deutlich teurer als die derzeitige Pacht fürs Seminarhaus Knagge. Daher verlangt der VHS-Trägerverein eine finanzielle Entschädigung. Im Raum steht eine Summe von 90 000 Euro. Diese Rechnung teilt Johanneum-Geschäftsführer Bartelt nicht.

Eine Entschädigung könne sich nur an den Eckdaten des jetzigen Mietvertrages für das Seminarhaus Knagge orientieren. Stiftung und Kirchengemeinde boten der VHS das Waltberthaus sowie den Bewegungsraum im Kindergarten Knaggerei an, um kurzfristig das Raumproblem zu lösen.

„Unseriöse Vorschläge“

Das Waltberthaus sei „keine gleichwertige Alternative“, stellte Ricklefs jetzt klar. Schon die Zahl der Räume sei deutlich geringer als in der Knagge. „Es fehlen der etwa 80 qm große Entspannungsraum, ein weiterer circa 50 qm großer Seminarraum, ein mindestens acht qm großer Materialraum und ein Büro“, so der VHS-Leiter. Auch die Infrastruktur – Internetanschluss, Toiletten und Pausenzone – seien entweder gar nicht vorhanden oder unzureichend. Vor allem: „Das Seminarhaus Knagge steht uns an sieben Tagen und 24 Stunden am Tag zur Verfügung.“ Das Waltberthaus mit einem größeren und zwei kleinen Räumen für maximal zwölf Personen könne lediglich vormittags von der VHS genutzt werden.

Ricklefs: „Die Räume im Waltberthaus waren immer als vorübergehende Lösung ausschließlich für Deutschkurse nur im Vormittagsbereich vorgesehen. Von einer dauerhaften Anmietung war nie die Rede!“ Auch das Angebot, den Bewegungsraum im Kindergarten Knaggerei nutzen zu können, schlägt die VHS aus. Während des Kita-Betriebs seien wohl kaum Kurse möglich.

Die Vorschläge der Stiftung Johanneum sind aus Sicht Ricklefs „unseriös“, weil Äpfel mit Birnen verglichen werden. Auch die ins Spiel gebrachte Entschädigung von 10 000 Euro lehnt die VHS als inakzeptabel ab.

Ein Umzug in ein neues Gebäude bringe erhebliche Investitionen im technischen Bereich mit sich.

Suche nach Kompromiss

An diesem Donnerstag befasst sich der städtische Verwaltungsausschuss in nicht-öffentlicher Sitzung mit der Causa „Villa Knagge“. Formal geht es um den Zuschuss der Stadt in Höhe von 88 400 Euro an die VHS. Eingeladen zu der Sitzung sind aber auch Kirchenprovisor Bernhard Kramer, Johanneum-Verwaltungsdirektor Bartelt, VHS-Leiter Ricklefs und Paul Bramlage, der Vorsitzende des VHS-Trägervereins.

Nicht ausgeschlossen erscheint Beobachtern, dass in der Sitzung ein Kompromiss gefunden wird. Denn dem Brauhaus-Projekt der Firma Nordmann stehen alle Beteiligten positiv gegenüber.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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