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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Musikschule: Richtiger Ton fördert Talente

05.08.2017

Wileshausen Künftig mehr Unterricht – was für manche Schüler abschreckend klingen mag, ist für Gia Han Bui, Leonie Perhun und Serifé Dönmez genau das Richtige. Die drei Mädchen drücken seit Neustem einmal in der Woche 15 Minuten länger die Musikschulbank. Sie werden an der Musikschule des Landkreises Oldenburg in Wildeshausen unterrichtet.

Die 13-jährige Gia Han an der Violine, die zehnjährige Leonie an der Blockflöte und die zwölfjährige Serifé an der Gitarre gelten aus Sicht der Musikschule als besonders talentiert. Deshalb haben sie jetzt für zwei Jahre je ein Stipendium erhalten. Im Klartext bedeutet das: Für den Preis des – günstigeren – Gruppenunterrichts erhalten sie zwei Jahre lang Einzelunterricht. Eine Unterrichtsstunde dauert 45 Minuten.

Die Idee, Musikschüler zu fördern, kam aus den Reihen des Freundeskreises der Musikschule. Sie sei oft diskutiert worden, sagte Geschäftsführer Rafael Jung. „Möglich wird dies durch eine Partnerschaft des Freundeskreises der Musikschule und des Rotary Clubs Wildeshausen.“ Gemeinsam bringen beide Organisationen die Mehrkosten für den Einzelunterricht auf. Die Lehrkräfte der Musikschule waren aufgefordert worden, Vorschläge einzureichen, wer solch eine Förderung verdient hätte. Von diesem Stipendium wussten die drei jungen Musikerinnen zunächst nichts. So habe man den Schülerinnen zusätzlichen Stress beim Vorspiel nehmen und eine mögliche Enttäuschung ersparen wollen, erklärte Jung.

Vorgesehen waren die Stipendien für zwei Musiker. „Wir wollen alle drei“, hatte Jung damals gesagt. Deshalb wurde kurzerhand ein weiteres Stipendium ausgestellt.

Weshalb ihre musikalischen Schützlinge die Förderung verdient haben, können die Musiklehrerinnen und -lehrer ohne Überlegung sofort beantworten. „Gia Han wohnte von Anfang an in der Geige“, schwärmte Agnes Scheffler, die seit sieben Jahren die junge Musikerin unterrichtet. Sie habe es noch nie erlebt, dass ein Kind so viel Freude am Spielen habe. Leonie, die seit drei Jahren Unterricht nimmt, habe von Beginn an mit den Füßen gescharrt, erzählte Musikschullehrerin Martina Bley. Im Unterricht sei sie immer „drei Mal schneller als alle anderen“ gewesen. „Bei ihr kommt viel von selbst“, so Bley. Lobende Worte, die auch Thomas Milowski für seine Schülerin Serifé hatte. „Sie brennt für die Musik.“ Seit fünf Jahren unterrichtet er die Zwölfjährige, die eigene Stücke schreibt und Mitglied der „The Blue Lights“ ist.

Das Stipendium ist ein Pilotprojekt. Der Freundeskreis werde sich bei Erfolg für weitere Stipendien einsetzen, versprach Christine Gronemeyer vom Freundeskreis.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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