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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Ferienbetreuung: Wo Familie und Beruf zueinander passen

14.07.2016

Wildeshausen Den Hammer in der rechten Hand, den Meißel in der linken. Eine Staubmaske vor Mund und Nase, darüber sitzt die Schutzbrille. So sehen an diesem Vormittag die Kinder im Jugendzentrum Jott-Zett aus, die aus rechteckigen Ytong-Steinen ein Gesicht, ein Herz oder einen Fisch herausmeißeln. Dabei kommen auch Säge, Raspel, Feile und Schmirgelpapier zum Einsatz.

„Das sind alles Kinder in der Ferienbetreuung“, sagt Jugendpfleger Jannes Logemann. Gemeinsam mit dem Sozialarbeiter der Hauptschule, Stefan Fragel, betreut er die Mädchen und Jungen bei diesem Projekt und zeigt ihnen, wie sie mit dem Werkzeug umgehen müssen, um das gewünschte Ziel zu erreichen.

30 Kinder werden betreut

Bis zu 30 Grundschulkinder pro Tag können in den ersten drei Wochen der Sommerferien im Wildeshauser Jugendzentrum betreut werden. „In der ersten Ferienwoche waren es 28 Kinder, in der zweiten 30 und in der dritten sind es 22 Kinder“, sagt Jott-Zett-Leiterin Imke Schmidt. „Die Herbstferien sind bereits ausgebucht. Es gibt sogar eine Warteliste“. Die Osterferien seien ebenfalls gut angenommen worden. Im Jott-Zett läuft die Ferienbetreuung nun im dritten Jahr.

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Der Großteil der Kinder bleibt bis zum Mittag. „Ich bin verblüfft, dass nicht mehr Eltern das Ganztagsangebot nutzen“, meint die Sozialpädagogin. Sie vermutet, dass die meisten Mütter nur bis mittags arbeiten. An den Kosten könne es nicht liegen: Die Ganztagsbetreuung bis zu acht Stunden liegt bei 44 Euro pro Woche plus Mittagessen.

Simone Emke ist froh, dass es das Ganztagsangebot im Jott-Zett gibt. Ihr Sohn Hendrik (7) ist in den Sommerferien drei Wochen lang ganztägig dort. So kann Simone Emke in Bremen ihrem Beruf als Versicherungsfachangestellte nachgehen. „In der zweiten Ferienhälfte hat mein Mann auch Urlaub. Dann können wir die Zeit gemeinsam verbringen“, freut sich die 43-Jährige. In ihrem Bekanntenkreis kenne sie aber auch den Fall, dass ein Elternteil in der ersten Hälfte der Sommerferien Urlaub hat, um die Kinder zu betreuen, der andere in der zweiten Hälfte.

Mehrere Angebote

Das Jugendzentrum ist nicht die einzige Einrichtung in Wildeshausen, die eine Ferienbetreuung für Grundschüler anbietet. In Trägerschaft der Stadt gibt es noch den Kinderhort in der Wallschule. Die Johanniter betreiben den Hort in der Sankt-Peter-Schule/Holbeinschule. Dort fand eine Kinderbetreuung in den ersten zwei Wochen der Sommerferien statt.

In den Kindertagesstätten gibt es unterschiedliche Regelungen. Die städtische Kita Pusteblume ist die gesamten sechs Wochen geöffnet. Andere Kitas sind in den Sommerferien teilweise geschlossen.

Das DRK-Mehrgenerationenhaus (MGH) bietet die Ferienbetreuung seit seiner Gründung vor zwölf Jahren an. „Wir nehmen bis zu sechs Kinder am Tag auf – kleine Kinder und Schulkinder. Die Plätze sind auch immer belegt“, sagt MGH-Leiterin Sandra Scholz. Dabei werde auf individuelle Betreuung gesetzt. Angeboten werde eine stundenweise, halbtägige oder ganztägige Betreuung. Der Rahmen: 7.30 bis 17 Uhr. Eine Woche kostet 75 Euro inklusive Mittagessen und Ausflüge.

Auf dem Programm stünden zum Beispiel eine Tagestour zur Nordsee, ein Besuch im Zoo oder ein Ausflug ins Maislabyrinth. Zwei Kinder seien die gesamten sechs Wochen ganztägig im MGH, weil die Eltern in den Sommerferien keinen Urlaub bekämen. Den Familienurlaub gebe es dann im Herbst, so Scholz.

Sie ist froh, dass es in Wildeshausen inzwischen solch ein umfangreiches Betreuungsangebot gibt. Da kann Imke Schmidt vom Jugendzentrum nur zustimmen: „Das Angebot ist nicht mehr wegzudenken.“

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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