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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Wo sich Schüler und Lehrer wohl fühlen können

01.03.2017

Ahlhorn Auftakt für die Waldeinsätze 2017 im Waldpädagogikzentrum Weser-Ems in Ahlhorn: Zu einem Vorbereitungstreffen hatte Einsatzleiter Klaus Benthe alle angemeldeten Schulen eingeladen. Forstamtsleiterin Regina Dörrie wies die Lehrkräfte und Schüler auf die Einmaligkeit der Verknüpfung von Wald und Teichwirtschaft hin und erläuterte, dass auch Heide und Moor zum abwechslungsreichen Einsatzspektrum der Waldeinsätze gehören. „Der unbekümmerte Umgang mit der Natur und die Erkenntnis, dass ein Wald mit allerlei Kleingetier wie Spinnen und Raupen keine Gefahr, sondern eine Bereicherung darstellen“, ist für Förster und Waldpädagoge Benthe ein wichtiges Ziel. Das breite Spektrum an Lernthemen und Tätigkeiten wird auch ermöglicht durch die gute Zusammenarbeit mit der Evangelischen Bildungsstätte Blockhaus Ahlhorn und die Kooperation mit dem Oldenburgisch Ostfriesischen Wasserverband (OOWV).

18 Klassen aller Schulformen werden in diesem Jahr erwartet, die erste Klasse kommt am 6. März und wird auch das neue barrierefreie Haus der benachbarten Evangelischen Bildungsstätte nutzen können.

Susanne Jäger von der IGS Oyten bei Bremen ist mit zwei Schülern angereist, denn der Jugendwaldeinsatz gehört zum Schulkonzept. „Bei uns geht jedes Jahr der 8. Jahrgang mit 150 Schülern für zwei Wochen in verschiedene niedersächsische Waldpädagogikzentren. Diese Zeit ist eine gute Alternative zum klassischen Lernen in der Schule.“ Eine andere Motivation hat Karen Schiebe von der Grundschule Resse bei Hannover. „Wir kommen für eine Woche mit der 4. Klasse als Abschlussfahrt, um ohne Ablenkung noch eine schöne gemeinsame Zeit in der Natur zu verbringen.“

Die Waldeinsätze fordern die Jugendlichen nicht nur mit frühem Aufstehen – morgens u sieben geht es in den Wald –, sondern die zumeist zweiwöchigen Aufenthalte finden fast gänzlich ohne Handy statt, so dass deutlich mehr Raum bleibt für Gruppenprozesse.

Auch eine Hygiene-Einweisung gehört zum Programm, wie Benthe erläuterte, denn für die Zeit des Aufenthaltes seien die Schüler für die Sauberkeit aller genutzten Räume zuständig. Für die jugendlichen Waldeinsatz-Teilnehmer gibt es am Ende des zweiwöchigen Aufenthaltes eine Praktikumsbescheinigung, denn die Zeit ist auch in dieser Hinsicht gut angelegt, rechnet sie doch als Betriebspraktikum.

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