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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Würdiger Erklärer der Giggler-Strafe

31.03.2014

Hude Er war genauso, wie man ihn kennt: Uwe Friedrichsen führte die Besucher seiner Lesung am Sonnabend souverän durch den Abend. Mit gemütlicher, tiefer Stimme verzauberte der Schauspieler das Publikum im Forum der Peter-Ustinov-Schule, als er während der 9. „Celtic Days“ aus Roddy Doyle’s Kinderbuch „Das große Giggler-Geheimnis“ vorlas.

Knapp eine Stunde bewies Friedrichsen, dass er nicht nur vor der Kamera eine gute Figur macht – auch auf der Bühne zeigte der erfahrene Synchronsprecher eine beeindruckende Präsenz. Vor fast neun Jahren hatte Friedrichsen die Geschichte um die mysteriösen Giggler als Hörbuch eingelesen und war damit auf dem Tisch von Martin von Maydell gelandet. „Und als ich mit meinen Kindern den Weihnachtsbaum geschmückt habe, haben wir es endlich geschafft, uns die CD anzuhören“, erklärte von Maydell in seiner Begrüßung.

Schon nach den ersten Sätzen von Uwe Friedrichsen konnte man die Begeisterung der Familie von Maydell verstehen. In „das große Giggler Geheimnis“ kommt der Leser oder Zuhörer nämlich gar nicht umhin, in sich hineinzukichern.

Die Geschichte aus der Feder des Iren Roddy Doyle dreht sich um die Familie Mack. Deren Oberhaupt, Mister Mack, seine beiden Söhne Jimmy und Robby auf ihr Zimmer schickt, nachdem sie zum mittlerweile achten Mal in Folge das Küchenfenster zerdeppert haben. Sowohl die beiden Kinder, als auch die Giggler sind der Meinung, dass nicht die Jungs, sondern der Ball die Scheibe zerdepperte. Für die mysteriösen Giggler ist die Sache klar: Mister Mack muss für diese Ungerechtigkeit bestraft werden. Also leiten die für die meisten Menschen unsichtbaren Wesen Maßnahmen ein, um Mister Mack mit dem „Giggler-Geheimnis“ zu konfrontieren. Was genau dieses ist? „In einen Hundehaufen zu treten“, las Uwe Friedrichsen, keine Miene verziehend, vor und der Saal kicherte. So sei bereits in der Steinzeit der erste Steinzeitmensch, nachdem er sein Kind aus der Sicht der Giggler ungerechtfertigt bestraft hatte, „mitten in einen gewaltigen prähistorischen Haufen getreten“, so Friedrichsen. Dies sei für Giggler und Hunde ein sich lohnendes Geschäft. So sei der Nachbarshund der Macks bereits Millionär: die 20 Pence pro Haufen, den er den Gigglern präsentiert, werden seit Jahren feinsäuberlich in den Spielknochen vom Herrchen versteckt und im Garten vergraben.

Für einen Running-Gag sorgt übrigens das Familienbaby, das – großartig von Friedrichsen intoniert – allein mit dem Wort „A-bah“ für alles die Lösung zu finden scheint. „In jeder Geschichte versteckt sich am Ende eine Moral“, erklärte der Vorleser. „Also, wenn Sie ein Erwachsener sind und in einen Hundehaufen stapfen: Denken Sie daran, was Sie getan haben könnten, um das zu verdienen“, erklärte Friedrichsen. Aber vielleicht sei es auch einfach nur ein Haufen Pech.

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