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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Zum Wohlfühlen nach Wildeshausen

29.12.2009

WILDESHAUSEN Die Angst vor der ersten Woche war umsonst: „Ich bin schon am zweiten Tag zu einer Party eingeladen worden“, erinnert sich Magdalena Merta. „Alle waren sehr nett zu mir! Ich war nicht alleine.“ Die 17-Jährige stammt aus dem polnischen Zawiercie, seit vier Monaten lebt sie als Austauschschülerin bei Familie Persikowski in Wildeshausen.

Fremde Schule, fremde Stadt, fremdes Land – da kann man am Anfang natürlich nervös sein. Aber: „Die Leute sind so offen“, schwärmt Magdalena, die jetzt die Klasse 10c des Gymnasiums besucht. „Ich treffe mich oft mit meinen Freundinnen und sie helfen mir wirklich.“

Kleine Unterschiede

Viele Dinge sind natürlich anders als in ihrer Heimat, zum Beispiel in der Schule. „Die Lehrer haben super Methoden, die machen viel in Arbeitsgruppen“, sagt Magdalena. Zuhause gäbe es mehr Frontalunterricht.

Auch das Weihnachtsfest, das sie mit ihren Gasteltern gefeiert hat, unterscheide sich von dem ihrer Familie. Während bei den Persikowskis beschaulich zuhause gefeiert wurde, geht es in Zawiercie von der Kirche aus zu den Verwandten. „Das ist alles so schnell und wir haben viel Stress.“ Zugegeben: So groß ist der Unterschied zwischen polnischen und deutschen Familien dann wohl doch nicht. Dafür waren die Weihnachtsmärkte eine ganz neue Erfahrung. „Das habe ich noch nie gesehen.“

Zurzeit hat sie sogar eine italienische Gastschwester, wenn auch nur für kurze Zeit: Giulia Catalani ist über die Feiertage zu Besuch. Die 20-Jährige war vor einigen Jahren als Austauschschülerin bei den Persikowkis. Jetzt studiert sie Medizin in Gießen und kommt regelmäßig zu Besuch. „Meine meisten Freunde leben in Wildeshausen“, lacht sie.

Beide fühlen sich bei Elke und Wolfram Persikowski wohl, sagen sie. Die Wildeshauser haben selber fünf erwachsene Kinder und seit 13 Jahren regelmäßig Austauschschüler zu Besuch. Magdalena ist das dritte polnische Gastkind des Ehepaares. „Es ist großartig für Magda, dass sie in der Schule direkten Kontakt mit anderen Mädchen hat“, freut sich Wolfram Persikowski für seine Tochter auf Zeit. Mit denen könne sie „auf Augenhöhe“ sprechen, während zu den Persikowksis natürlich eher eine „Eltern-Tochter-Beziehung“ entstehe. „Da wird auch schon einmal offen diskutiert“, schmunzelt Elke Persikowksi, Lehrerin an der Realschule Wildeshausen.

Zuschlag für Magdalena

Der Austausch von Magdalena wurde privat organisiert und nicht über eine Organisation. „Ich kenne die Deutschlehrerin an Magdas Schule“, erklärt Elke Persikowski. „Dafür durfte ich auch schon einmal ehemalige Realschüler nach Polen schicken.“

In diesem Jahr mussten die polnischen Schüler, die nach Wildeshausen wollten, eine Art Test absolvieren: einen mündlichen Sprachtest und einen Aufsatz, warum man in die Wittekindstadt möchte. Den „Zuschlag“ bekam Magdalena. Bis zum 27. Januar ist sie noch hier, dann geht es wieder zurück in die Heimat. „Leider“, sagt sie.

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