Wardenburg - Die Biologische Schutzgemeinschaft Hunte Weser-Ems (BSH) unterstützt die „Artenschutz-Offensive“, die das Niedersächsische Umweltministerium im April gestartet hat. „Die Auswirkungen des Artenschwunds werden uns letztlich genauso hart treffen wie die des Klimawandels“, sagt Christiane Lehmkuhl, BSH-Geschäftsführerin. Entsprechend halte die BSH es für dringend erforderlich, dem Schutz der Artenvielfalt eine ebenso große gesellschaftliche Relevanz zukommen zu lassen wie dem Klimaschutz.
Lehrerbildung einbeziehen
Sie schlug deshalb während der Auftaktveranstaltung der Offensive konkret vor, die Lehrerbildung in die Artenschutz-Offensive miteinzubeziehen. Denn, wie die Diskussion ergab: Es sterben nicht nur die Arten aus, sondern auch die Artenkenner. Die Vermittlung von Grundlagen der Artenkenntnis müsse also dringend wieder verbindlicher Teil der Ausbildung von Biologielehrern aller Schulstufen sowie von Sachunterrichtslehrern sein, so Lehmkuhl. Als Naturschutzverein, der seine Wurzeln in der Lehrer- und Umweltbildung hat, ist die BSH bereit, ihren Beitrag zu leisten und entsprechende Fortbildungen anzubieten, so die BSH-Vorsitzende Dr. Sabine Baumann. Die Rahmenbedingungen sowie mögliche Förderungen müssten vorab natürlich geklärt werden.
Artendaten erfassen
Neben verschiedenen Artenschutzprogrammen, beispielsweise für den Feldhamster oder den Moorfrosch, müssten in der Artenschutz-Offensive auch die Artendaten erfasst und die Roten Listen aktualisiert werden, so die BSH. Es werde dabei immer deutlicher, dass auch die bisher nicht im Bestand bedrohten Arten erfasst werden, um einem Rückgang vorzubeugen, beziehungsweise diesen zu erfassen.
