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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Blaulicht

6 Verletzte bei Feuerwehrunfall

24.06.2016

Kirchhatten /Dingstede War es Müdigkeit oder war der Fahrer abgelenkt? Ein Fahrzeug der Feuerwehr ist am Mittwochabend gegen 22 Uhr zwischen Kirchhatten und Dingstede von der Hatter Straße abgekommen und in einen Graben gestürzt. Zwei Insassen wurden dabei schwer, vier weitere leicht verletzt.

Laut Polizei hatte ein 41-Jähriger Mann aus Sandhatten hinterm Steuer gesessen, als der Wagen auf völlig gerader Strecke nach rechts von der Straße abkam, in einen Graben fuhr und dort mit einem Baum kollidierte. Neben dem Fahrer befanden sich noch eine 35-jährige Frau sowie vier Männer im Alter von 21 bis 39 Jahren in dem Fahrzeug.

Unfall auf gerader Strecke

Für die Bergungs- und Rettungsarbeiten wurde die Hatter Straße bis etwa Mitternacht voll gesperrt. Am Einsatzort waren neben etwa 90 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Dingstede, Neerstedt, Altmoorhausen, Kirchhatten und Sandhatten, mehrere Rettungs- und Notarztwagen sowie ein Kriseninterventionsteam. Die Malteser aus Sandkrug setzten zwei Rettungswagen ein, davon einen auf Abruf als Reserve. Der Gerätewagen der Malteser war mit acht Mann Besatzung am Unfallort.

Wegen der Bergungsarbeiten wurde die Hatter Straße voll gesperrt. Zur Ursache des Unfalls kann die Polizei noch keine Angaben machen. Fest steht, dass keine weiteren Fahrzeuge beteiligt waren. „Der Unfall ereignete sich auf gerader Strecke. Bevor wir mit allen Beteiligten gesprochen haben, wäre jede Aussage nur Spekulation“, sagte Polizeisprecherin Melissa Oltmanns am Donnerstag zur NWZ . Nach ihren Angaben befinden sich noch vier Kameraden im Krankenhaus. Man rechne mit einer Entlassung in den nächsten Tagen, so Oltmanns.

Hattens Gemeindebrandmeister Stefan Heinke, ein ausgebildeter Ersthelfer (First Responder) war am Mittwochabend als erster Helfer am Unfallort und begann sofort mit der medizinischen Versorgung. Nach seinen Angaben hatte die Feuerwehr Sandhatten das Löschgruppenfahrzeug von der Ortswehr Kirchhatten geliehen, weil ihr eigenes LF-8 wegen technischer Mängel von der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) Ganderkesee überholt wird. Die Sandhatter Kameraden befanden sich nach einem routinemäßigen Übungsdienst auf der Fahrt zur FTZ in Ganderkesee, um die eingesetzten Schläuche trocknen zu lassen.

Kirchhatten bleibt weiterhin ein LF-16. „Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr ist durch diesen Unfall nicht gefährdet“, betont er. Das LF-8 aus Ganderkesee werde ebenfalls bald zurückkehren.

Nach Angaben von Tanja Konegen-Peters, stellvertretende Pressesprecherin des Kreisfeuerwehrverbands im Landkreis Oldenburg, stellte sich bei Eintreffen der ersten Rettungskräfte am Unfallort heraus, dass keine Personen in dem Fahrzeug eingeklemmt waren. Die Feuerwehr unterstützte den Rettungsdienst bei der Versorgung der Verletzten. Alle sechs Insassen wurden mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Nach der Unfallaufnahme durch die Polizei räumten die Kameraden einen Großteil der noch brauchbaren Einsatzmittel von dem Fahrzeug, bevor es abgeschleppt wurde. Das Löschfahrzeug ist laut Konegen-Peters ein Totalschaden.

Professionelle Betreuung

Auch Regierungsbrandmeister Dieter Schnittjer sowie Kreisbrandmeister Andreas Tangemann und Stellvertreter Klaus Stolle machten sich vor Ort ein Bild von der Lage und standen ihren Kameraden bei.

Konegen-Peters: „Es war besonders belastend für alle Einsatzkräfte, die eigenen Kameraden retten und versorgen zu müssen.“ Laut Gemeindebrandmeister Heinke gab es nach dem Einsatz eine Nachbesprechung im Sandhatter Feuerwehrhaus, bei der auch professionelle Betreuung durch das Kriseninterventionsteam in Anspruch genommen wurde.


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